Kategorie-Archiv: Aktuelle Texte

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März 2016

Liebe Freunde/Freundinnen, Bekannte und andere Leser von Heidemaries Webseite,

Heidemarie ist nach einer langen Krankheit in der Nacht am 23.3.2016 sehr friedlich eingeschlafen und von uns gegangen. Wie sie schon im letzten Text erwähnte, stand der Februar für Frieden. Und den hatte sie gefunden!

Damit wir sie nicht vergessen, kann man eine liebe Nachricht  auf dieser Seite hinterlassen (http://inmemoriam.heidemarieschwermer.com/). Man darf Musik, ein Kerzchen, ein Bild oder Sonstiges als Gedenken draufladen (Berichte werden aber erst kontrolliert).

Wir hoffen, dass Heidemaries Ideen in euch weiterleben werden und ihr sie in guter Erinnerung behaltet! Ihre Bücher mit ihren Gedanken kann man auch weiterhin bestellen.

Herzliche Grüsse, Natalia Oyarce Schwermer

Dear friends,

Heidemarie has passed away peaceful in a loving environment in the night of 23th march 2016, after a long illness. Like she said in her last text in February, she found peace in her heart. Her life was very exciting, balanced and fulfilled, she always said. We hope that her thoughts and ideas will never be forgotten and will live on in you. Her books with her thoughts are still in the stores.

If you want to say something and leave a message, music, picture or something else to remember her, you can do this over HERE (http://inmemoriam.heidemarieschwermer.com/).

Greetings, Natalia Oyarce Schwermer (daughter)

 

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Januar 2016

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das neue Jahr begann für mich mit Schwung und Freude. Nach der ersten Woche jedoch kehrte Stille ein, absolute und totaler Rückzug. Mit den Energien ist es ja manchmal so, dass wir sie kaum steuern können, dass etwas geschieht, mit dem wir nicht gerechnet haben. Oft spielt das Kollektive dabei mit. Eine Freundin bestätigt mir jedesmal, wenn ich ihr von speziellen Dingen aus meinem Leben berichte, dass sie ähnliches bei anderen Freunden auch gerade erlebt. Manchmal sehen die Erlebnisse fast identisch aus. Das hat natürlich mit den morphogenetischen Feldern zu tun und unserem Zusammengehörigkeitsgefühl, das ja ständig wächst, je spiritueller wir werden. Ein Teil des Ganzen zu sein, die Individualität auszutauschen mit einer ganz neu erlebten Verbundenheit, macht glücklich.

Die letzten Wochen waren also Zeiten der Stille für mich und der Einkehr ins Innere. Dazu fallen mir die Rau-nächte oder Rauhnächte oder Rauchnächte ein. Sie beginnen am 25.12. des alten Jahres und enden am 5.1.
Der Begriff Rauhnächte kommt von Räuchern und stammt aus der Vergangenheit. Unsere Vorfahren führten ein Ritual ein: das alte Jahr wurde ganz einfach ausgeräuchert. So schufen sie Platz für das Neue, was im neuen Jahr geschehen wollte (oder sollte?) Jedes Jahr die gleiche Zeremonie: 12 Nächte wurden dafür anberaumt. Jede Nacht hatte ein anderes Thema und stand für einen Monat im Kommenden Jahr..
Seit einiger Zeit wird dieses Ritual wieder aufgegriffen von unterschiedlichen Gruppen. Es wird über die Themen meditiert, manchmal Buch darüber geführt, damit nichts in Vergessenheit gerät. Auch ich habe mich diesmal an dieser Sequenz beteiligt. Der Monat Januar hatte das Thema Stille als Schwerpunkt. Stille und Rückzug. Andere Monate standen unter Frieden, Liebe, unterschiedliche Strategien und anderes, sehr interessant.

Wie sollte das nun gehen mit der Stille? Ich war so eingespannt in ein eher geschäftiges Leben, dass ich mir den Rückzug gar nicht vorstellen konnte. Doch plötzlich tauchte die Wohnung vor mir auf, in die ich eintauchen wollte, um alles von mir abzuwerfen. Hier war ich überwiegend allein, musste mich nirgendwo unterordnen, konnte einfach auf mein Herz hören und tun, was es mir diktierte. Meist handelte es sich dabei um Meditationen, die mich trugen. Ohne jegliche Ablenkung gestaltete ich die nächsten 14 Tage, wurde Teil der Natur von meinem Meditationsplatz aus.
Ich fühlte die Sonne, lauschte dem Regen und verschmolz mit dem Wind.
Eigenartigerweise musste ich das alles von dem Platz am Fenster wahrnehmen, konnte mich nicht nach draussen begeben. Meine Gesundheit ließ das nicht zu, was mir jedoch keineswegs schwerfiel. Ich fühlte mich wie in einem Kloster, und Nebeneffekt dieser Zeit waren gravierende Entscheidungen, die ich für die Zukunft fällte.So habe ich das Gefühl, in dieser letzten Zeit wieder ein Stück gewachsen zu sein. Heute kehre ich zurück in den Trubel und bin auch damit zufrieden.
Mal schauen, was der Februar bringt, der unter dem Motto Frieden steht.
Uns allen ein ausgefülltes sinnreiches Jahr 2016 wünscht Heidemarie

Juni 2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mein Hauptthema in den letzten Monaten ist nach wie vor die Vertiefung
und Hingabe. Was kann ich dazu beitragen, dass unser Miteinander intensiver und wohlwollender wird. Jahrelang habe ich meine Impulse über die Medien, über Vorträge, Filme und Texte in die Welt gebracht.
Jetzt merke ich, wie ich nach neuen Formen suche und glaube, eine gute gefunden zu haben, wie ich es schon im Februar diesen Jahres beschrieben
habe:
Mein Buch „Das Sterntalerexperiment II- mein Weg nach Innen“ dient mir als Basis für die neue Herangehensweise. Es ist inzwischen mein „Arbeitsbuch“, das ich voller Freude mit auf meine Reisen nehme. Mein jetziges Publikum besteht aus maximal 20 Personen. Für jede Gruppe suche ich eine entsprechende Geschichte als Basis heraus, die ich vorlese und aus der eine allgemeine gemeinsame Gesprächsrunde entsteht. Mir ist es wichtig, dass jedeR zu Wort kommt, sich öffnen kann und vertrauensvoll eigene Gedanken in die Runde gibt ohne Angst vor Missbrauch oder Missachtung.

Ich erinnere mich daran, dass ich früher als junge Frau in Situationen geriet, in denen ich mich missverstanden fühlte, nachdem ich mich geöffnet hatte vor ein paar Freundinnen. Ich glaube, das lag daran, dass wir in der damaligen Zeit noch zu sehr mit dem Vergleichen, mit der Konkurrenz beschäftigt waren. Denn auch ich konnte nicht einfach stehen lassen, was mir anvertraut wurde, sondern urteilte darüber,ja, verurteilte das eine oder andere.
Ich glaube, dass wir in einer neuen Zeit angekommen sind, in der wir anders mit den Dingen umgehen können, einen wohlwollenden Blick auf das Gegenüber haben und auch schon mal intime Dinge aussprechen können. Bei mir persönlich merke ich, wie wunderbar das im Zweiergespräch geht, wie schnell sich eine Vertrautheit einstellt und ein Gefühl der Liebe entsteht.
Jetzt wünsche ich mir, dass auch in kleinen Gruppen diese Vertrautheit entstehen kann ohne Wenn und Aber. Schaffen wir es, unser Ego zu verkleinern, können wir aufgehen im neuen Wir.

Die Auseinandersetzung mit dem Ego hat mit Bewusstseinsarbeit zu tun, für die wir uns bereit erklären sollten. Es ist nicht einfach, alte Verhaltensmuster aufzugeben, ja, manchmal ist es Schwerstarbeit, aber letztlich lohnt es sich!
Um in ein liebevolles Miteinander zu kommen, brauchen wir ein umfassenderes Weltbild, das Wissen darum, dass wir alle aus derselben Quelle stammen und somit eine einzige Familie darstellen. Daraus ergibt sich die Öffnung auch für „Fremde“. Durch das Internet gibt es eine Chance, sich zugehörig zu fühlen und sich miteinander zu verbinden. Tausende von jungen Leuten unterstützen sich schon gegenseitig über das Internet.

Da ich mich als „Alltagsmenschen“ verstehe, ist es mir wichtig, das physische Treffen, sozusagen Auge in Auge herzustellen.

In der letzten Gruppe gab es drei Mütter, die im Laufe des Gesprächs von ihren Schwierigkeiten mit den erwachsenen Töchtern berichteten. Sie wurden getröstet von den Müttern und Vätern, die ähnliche Schwierigkeiten mit bestimmten Ritualen überwunden hatten und diese nun weitergaben. „Es geht um Vergebung“, sagte eine Teilnehmerin, „wenn du anfängst, bei dir nach unguten Gefühlen zu forschen und dich damit auseinanderzusetzen, ohne deine Tochter zu beschuldigen oder auch nur verbal mit einzubeziehen, kann schon ganz viel in eurer Beziehung entstehen. Statt wie du eben vermerktest, die Beziehung zu beenden, um keine Schmerzen mehr ertragen zu müssen, beginnst du mit einem Ritual, in welchem es um Vergebung geht. Du vergibst deiner Tochter, aber noch wichtiger erscheint mir, dass du dir selber vergibst und dadurch in Liebe zu dir selber kommst. Es ist so wichtig, dass wir endlich damit anfangen, uns zu vergeben, wegzukommen von den Schuldgefühlen, die soviel kaputt machen.“ Die anderen Gruppenmitglieder nicken bestätigend, und die betroffene Mutter stellt noch ein paar Fragen, bevor sie verspricht, diese „Strategie“ auszuprobieren. Sie bemerkt noch, dass es sie schon erleichtert hätte, hier in der Gruppe dieses schwierige Thema anzuschneiden und eine neue Sicht erlangt zu haben.

Darum geht es mir ja gerade, Menschen dazu zu befähigen, auch in ganz „normalen“, ich meine keinen therapeutischen Runden ihre Herzen zu öffnen.
Gleich zu Beginn der Gruppe, nach meiner kurzen Lesung ergriff ein junger Mann das Wort. Er spöttelte ein wenig: „Es lohnt sich meiner Meinung nach nicht, über solche Themen zu sprechen. Der Mensch ist eben so und wird sich nicht verändern. Meine Freundin will auch immer über so was reden, was mich jedesmal nervt“. Er hat nicht mit der Reaktion der Frauen gerechnet, die heute hier in der Überzahl sitzen. Eine Frau, die ihm zur Linken sitzt, erklärt: „Ich weiss, dass viele Männer über bestimmte Themen nicht sprechen mögen, weil sie es für sinnlos halten. Aber wir brauchen neue Strategien, eine neue Streitkultur im Kleinen sozusagen, wenn wir wollen, dass auch im Großen Kriege und Hass aufhören.“ Dieses Thema beschäftigt uns noch länger, und sowohl die Frauen als auch die Männer gehen in die Tiefe und teilen sich mit.

In einer anderen Gruppe ging es um den Glauben, dann um das Teilen oder um den eigenen Weg u.a. Die Vielfalt der Themen überrascht mich selber. Und dass ich nicht als Entertainerin agieren muss sondern als Impulsgeberin, erfreut mein Herz.
Übrigens stoße ich im Internet immer häufiger auf das Thema: das neue Wir, Gemeinschaftsbildungen und ähnliche Themen für ein neues Miteinander. Das ist jetzt einfach dran!!!

Herzlich grüßt Heidemarie im Juni 2015

Mai 2015

Liebe Leserin, lieber Leser,
in diesem Jahr kam der Frühling so nach und nach, wie ich es liebe. Jeden Tag etwas grüner und dann – nach dem Regen, die volle Blüte von allem.

Kleine Schritte im Alltag zu machen, ist eine Freude für mich. Manchmal geht das auch konform mit ungeliebten Fehlern, die sich nicht einfach auflösen lassen sondern ständig wiederkommen. Das Gefühl: diese Unebenheit habe ich für alle Zeit aufgelöst und dann doch wieder davon heimgesucht zu werden, ist etwas, was ich gar nicht so gern habe. Es ist wie Regen und Kälte, denen ich ungeschützt ausgeliefert bin. Der Regen geht durch die Kleidung, was sich sehr unangenehm anfühlt. Habe ich allerdings Regenzeug an und bin eingestellt mit der entsprechenden Kleidung, kann ich auch dieses Wetter willkommen heißen, weil es für die Natur und vielleicht auch für mich wichtig ist.

So ist es auch mit den Störungen in uns. Können wir sie annehmen, uns vielleicht sogar bei ihnen bedanken, weil sie uns mal wieder aufmerksam gemacht haben auf eine wichtige Sache, sind wir fein raus. Wir spüren im selben Augenblick einen Fortschritt für unser Leben und können entsprechend damit umgehen – bis zum nächsten Mal.

Zur Zeit befinde ich mich in einem Haus mit jeglichem Komfort für mich:
das Telefon hat flatrate. So kann ich alle versäumten Telefonate nachholen. Das Internet ist offen für mich, auch mit flarate, so dass ich meine Angelegenheiten in aller Ruhe versehen kann. Fernsehen gibt es hier auch, ein für mich seltener Luxus, denn die meisten Hausbesitzer, die ich besuche, haben ihre Fernsehgeräte verbannt. Hier könnte ich also die eine oder andere Sendung genießen.
Heute Morgen komme ich nicht ins Internet, obwohl ich mir wichtige Dinge dafür vorgenommen hatte. Alle Telefonanschlüsse sind belegt oder mit Anrufbeantworter versehen, und das Fernsehen hat den Geist aufgegeben, zumindest für mich. Ein Fachmann oder die Hausbesitzerin, die gerade verreist ist, würde sicherlich die richtigen Knöpfe zum Drücken finden, um es wieder in Gang zu bringen. Ich jedoch fühle mich ausgeliefert, weil die technischen Störungen für mich irreparabel sind.

Was bedeutet das nun wieder? Worauf werde ich aufmerksam gemacht?
Meine Überlegungen werden unterbrochen durch einen Telefonanruf einer Freundin, die sich bei mir meldet. Im Laufe des Gesprächs lese ich ihr diesen Text vor, um zu prüfen, ob sie meine Gedanken nachvollziehen kann.“Und ob“, lacht sie,“ständig werde ich von irgendwelchen Störungen malträtiert. Nehmen wir nur einmal das Beispiel von gestern. Da war ich mit einer Handarbeit beschäftigt, die ich unbedingt schnell beenden wollte. Dabei bin ich dann so ungeduldig geworden, dass ich zum Schluss alles weggeworfen habe. Geduld ist nicht meine Stärke,“ erklärt sie weiter. Wir tauschen uns noch eine Weile darüber aus, wie die kleinen Dinge im Alltag unser Bewusstsein schärfen können.

Das Aussen spiegelt uns Dinge, die sich im Innen auf anderer Ebene befinden. Für mich sind das Hilfen aus dem Kosmos, Zeichen, die es gilt, wahrzunehmen. Für uns alle gibt es diese Zeichen, egal wo wir gerade stehen, oder was wir erleben. Wenn wir uns öffnen für den Lebensfluss, werden wir immer öfter daran erinnert, dass wir im Fluss mitschwimmen dürfen und uns dabei glücklich fühlen können.

Ich werde manchmal gefragt, warum ich nicht einfach die Tatsachen hinnehmen kann und gegen den Strom schwimmen müsse, wenn es um die Geldproblematik geht. Das sind für mich keineswegs die kosmischen Gesetze, denen ich mich anpassen sollte. Vielmehr sind dieses von Menschen gemachte Regeln und Gestze, die ich keineswegs mittragen möchte und darum gern gegenan gehe. Da müssen wir stark unterscheiden: Was gehört abgeschafft, weil Profitgier oder andere negative Emotionen unsere Handlungen steuern?
Wo zeigt uns die geistige Welt eine Richtung, die die Erde schützt und von der Natur getragen wird? Alles hat mit Bewusstsein zu tun, sei es zu dessen Schärfung, zu mehr Klarheit, Toleranz und Akzeptanz.

Einen wunderschönen weiteren Frühlung wünscht uns allen Heidemarie im Mai 2015

P.S. Mein gesundheitlicher Zustand scheint sich zu stabilieren. Allerdings werde ich immer wieder dazu aufgerufen, genau zu prüfen, was gut für mich ist und was ich lieber lassen sollte. Meine Physis reagiert sofort (negativ), wenn ich vergesse, in Ruhe zu sein und meine Bedürfnisse zu respektieren.

Dezember 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gleich sind wieder zwei Monate um seit dem letzten Eintrag. Dabei wollte ich hier viel öfter meine Gedanken festhalten. Allerdings gehe ich mit dem Lebensfluss und akzeptiere längere Pausen, in denen eine Menge geschieht, was ich dann später bearbeite.
Diesmal soll meine Heilungsreise nach Teneriffa im Mittelpunkt stehen. Eine Freundin hat dort eine Wohnung geerbt, die sie meist an Touristen vermietet und damit ihr Einkommen bestreitet. Sie selber fliegt zwei-, dreimal im Jahr dorthin und genießt das warme Klima und die anderen Vorzüge. Weil sie von meiner Krankheit wusste, bot sie mir an, eine Reise mit ihr für drei Wochen in die Wärme zu machen. Teneriffa hat den Ruf, eine Heilinsel zu sein wegen des Klimas und der gebirgigen Landschaft. Viele Heilungsgeschichten kursieren dort.
Ich war Feuer und Flamme, konnte mir im Vorab das wunderbare Gefühl der Wärme und Leichtigkeit vorstellen. Als sie ein günstiges Angebot für unsere Flüge fand, war klar, dass der triste November und Anfang Dezember in wohliger Stimmung geschehen würde. Meine Gesundheit kam nur langsam voran im kalten Deutschland, und ein Wärmekick käme mir gerade recht. Die Woche vor dem Flug wohnte ich bei einer anderen Freundin in der Nähe des Flughafens. Drei Tage vor Abflug begann ich, einen Kontakt zu meiner Reisebegleiterin zu suchen, was mir jedoch nicht gelang. Alle Mails kamen zurück, ihr Handy war ausgestellt, und ein Telefonfestnetz hatte sie nicht. Ich wurde von Tag zu Tag unruhiger, regte mich innerlich sehr auf, so dass ich in eine alte Schwäche verfiel und mich ernsthaft fragte, ob ich überhaupt in der Lage wäre, diese Reise zu bewerkstelligen. Am Vorabend der Reise besprach ich mich mit meiner anderen Freundin, fachsimpelte darüber, ob ich wohl auch allein fliegen könnte, denn das Flugticket hatte ich ja schon. Wie froh war ich, als sie sich dann doch noch meldete, mir erklärte, dass ihre technischen Kommunikationsmittel alle versagt hätten und sie sich dafür entschuldigte. Der Flug und das Ankommen gestalteten sich leicht. Dennoch verbrachte ich die erste Woche meist auf dem Bett liegend, so schwach fühlte ich mich. In der zweiten Woche veränderte sich alles. Ich begab mich an den Strand, ging viel spazieren und schöpfte täglich mehr Kraft. Ich spürte regelrecht eine Besserung von Tag zu Tag, die mich in eine große Freude brachte. Wenn wir um 18.00 Uhr (19.00 in Deutschland) die Friedensmeditation zusammen machten, die ich ja schon über Monate mit vielen anderen in Deutschland begonnen hatte, saßen wir auf dem Balkon, sahen täglich die Sonne untergehen um 18.00 Uhr und öffneten unsere Augen um 18.30 in tiefer Dunkelheit. Die Dämmerung fehlte hier.
Ich hatte mich in den letzten Monaten oder besser noch den letzten beiden Jahren sehr mit der Ernährung auseinandergesetzt. Viele schädliche Dinge hatte ich weggelassen, nahm weder Zucker- noch tierische Produkte zu mir und quälte mich mit meiner gesunden Kost herum. Vieles schmeckte mir einfach nicht mehr. Das änderte sich auf der Insel. Das Obst und Gemüse waren so köstlich, dass meine Esslust zurückkehrte. Die meisten Obstsorten wurden regional angebaut auf gesundem Boden, was wirklich spürbar war. Außerdem wurde ich von meiner Freundin wunderbar bekocht, so dass meine Kräfte einen Schub erhielten.
Die Wohnung war nicht sehr groß, und wir konnten uns nicht unbedingt ausweichen darin. So geschah es, dass wir uns plötzlich in einer unguten Stimmung befanden. Wir gingen uns auf die Nerven, was wir beide unerträglich fanden. Ich überlegte schon, ob ich die letzte Woche an einer anderen Stelle verbringen sollte, besann mich dann aber auf meine „gib&nimm“ Lehre, mit der ich schon viele Streitigkeiten gelöst hatte. Ich verband mich mit der geistigen Welt und bat um Unterstützung. „Allein schaffe ich es nicht, brauche unbedingt Hilfe von euch, damit ich aus dem Ärger herauskomme,“ betete ich. Bei Streit ist es oft so, dass ich mein Vertrauen ins Göttliche verloren habe und in alten Kindheitserinnerungen gefangen bin. Oft ist es so, dass diese Kindheitsgefühle dann so stark sind, dass ich sie nicht transformieren kann allein. Meistens wende ich mich dann an meine geistigen Helfer und besinne mich dadurch auf eine andere Ebene. So auch diesmal. Der Ärger fiel von mir ab, und ich konnte wieder durchatmen. Wie erstaunt war ich, als ich dann auf eine lockere und leichte Freundin stieß. Auch sie hatte sich an ihre Helfer gewandt und Ruhe gefunden. Nun konnten wir gemeinsam unser „Drama“ besprechen Schließlich wussten wir, dass die meisten schlechten Stimmungen daher rührten, dass unser Gegenüber uns etwas spiegelt. Die Spiegelung dient meist dazu, dass wir unsere eigenen Fehler erkennen. So war es auch diesmal. Wir beide hatten zur gleichen Zeit dieselbe Erkenntnis gemacht. Wir hatten in der anderen beide unsere Mütter gesehen, die uns bevormunden wollten. Für uns beide war es ein großer Schritt in mehr Frieden. Dankbar waren wir für diese Erfahrung.
Eine andere Erfahrung hatte mit meinem neuen Buch zu tun. Täglich las ich daraus eine Geschichte vor, über die wir dann ins Philosophieren kamen, genau das, was ich in Zukunft mit kleinen Gruppen machen möchte. Auch dafür bin ich sehr dankbar.
So kann ich sagen, dass meine Kraft nicht nur auf der körperlichen Ebene in Schwung kam sondern auch auf der seelischen und geistigen.. Wir konnten etwas auflösen und im Vertrauen weitermachen. Wunderbar!
Einen guten Übergang in das neue Jahr und viele schöne Erkenntnisse wünscht
Heidemarie im Dezember 2014

Oktober 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
neulich rief mich eine Bekannte an und klagte sehr über ihre Lebenssituation. Sie fühle sich einsam, hätte gar keine Lust auf Kontakte, wäre bettelarm und noch einiges mehr. Zwischendurch fragte sie immer mal, wie ich es denn anstellte, mich ohne Geld reich zu fühlen. Das müsse wohl an meinem Charakter liegen…
Eine andere Bekannte regte sich über einen Text auf, in dem es hiess, dass jeder einzelne Mensch dazu aufgerufen sei, das Böse in sich zu bearbeiten, um in Frieden leben zu können. „Ich bin nicht böse,“ empörte sie sich.
„Niemals würde ich eine Bombe werfen oder jemandem etwas wegnehmen. Nein, zu diesen Menschen gehöre ich nicht.“ In ihrer Empörung ging sie sogar so weit, dass sie dem Autor des Textes eine Mail schrieb, um ihm zu sagen, dass seine Auffassung ganz und gar falsch sei. Es gäbe eben die Bösen und die Guten und sie sei sich sehr sicher, dass sie zu den Guten gehöre.

Ich erinnere mich an die Erzählungen einiger Kriegsveteranen, die sich keiner Schuld bewusst waren, obwohl sie mehrere Menschen getötet hatten.
„Ich habe doch nur Befehle ausgeführt. Die Feinde sollten vernichtet werden,“ erklärten sie ihr Tun.
Gestern gab es einen Fernsehfilm, in dem auch dieses Thema eine Rolle spielte. Zwei junge Männer hatten sich zusammen das Tanzen erarbeitet. Der eine brachte schwierige akrobatische Figuren zuwege, die er täglich ausfeilte, während der andere einfach nur durch seine Bewegungen seine Stimmung wiedergab. Nun hatten beide eine Einladung zum Vortanzen bei einem Theater, und überraschenderweise wurde der stimmungsvolle Tänzer genommen. Der „Akrobat“ wurde abgelehnt. Diese Tatsache brachte ihm so viel Hass gegen seinen Freund, dass er begann, sein bisheriges freundschaftliches Verhalten zu verändern und ihm zu schaden.

Hass, Gier, Neid, Eifersucht und andere Gefühle können uns arg mitspielen, wenn wir nicht bereit sind, hinzuschauen und daran zu arbeiten. Unsere Reaktionen weisen dann Boshaftigkeiten auf, und wir erkennen uns selbst nicht mehr.

In meinem „neuen“ Buch „das Sterntalerexperiment II – mein Weg nach Innen“ (genaugenommen ist es die stark überarbeitete Fassung von „Wunderwelt ohne
Geld“) zeige ich immer wieder Situationen auf in meinem eigenen Leben, die näher betrachtet werden wollten, um transformiert zu werden. Keineswegs ist meine Absicht, mich bloß zu stellen oder mich klein zu machen, sondern mir ist es wichtig, die störenden Gefühle so zu beleuchten, dass sie aufgelöst werden können. Statt den Zorn oder Hass weiterhin zu unterdrücken, um nach außen als guter Mensch zu erscheinen, gilt es nun, zu erkennen, wie sich diese unschönen Gefühle auflösen lassen. Ja, es geht auch darum, zu erkennen, dass unsere Beweggründe keineswegs immer gut sind, auch wenn wir uns noch so bemühen.
Was haben die „guten“ Christen an Folter und Boshaftigkeit bei ihrer Christianisierung in die Welt gebracht, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein! Was machen die Moslems jetzt für ihren Allah!

Ohne Bewusstseinserweiterung geht gar nichts. Ich erinnere mich, wie ich so nach und nach in ein neues Weltbild hineingewachsen bin, denn genau wie die oben zitierte Frau hatte auch ich früher gedacht, zu den guten Menschen zu gehören. Im Laufe der Jahre, in denen ich mehrere Ausbildungen angetreten hatte, kamen die Erkenntnisse. Heute weiss ich, dass wir alle eins sind, dass die Trennung und Abgrenzung uns großen Schaden zufügen kann. Wir alle sind ähnlich gestrickt mit unseren Fehlern und Talenten. Wenn wir verstehen, dass jeder Mensch genauso sein darf wie er in die Welt gekommen ist, wenn wir uns sozusagen mit unseren Schwächen und Stärken akzeptieren, ohne uns mit anderen zu vergleichen, könnten wir alle glücklich miteinander leben. Niemand müsste der oder die Beste sein, Wettbewerbe wären in der Form, wie wir sie heute praktizieren, überflüssig. Jede könnte von anderen lernen, um noch besser im eigenen Leben klar zu kommen. Lob und Tadel bräuchten wir auch nicht mehr, denn damit werden wir nur manipuliert und von unserem Kern weggebracht.

Kritik war etwas, was ich früher gar nicht aushalten konnte! Meine ganze Persönlichkeit brach zusammen, fiel die Kritik besonders hart aus. Heute gehe ich damit ganz anders um, was mich sehr erfreut. Als meine Tochter Natalia mir eine starke Kritik nach der Lektüre meines letzten Buches entgegenbrachte, spürte ich Dankbarkeit. Ihr Scharfsinn zeigte mir Schwächen auf, die wir gemeinsam ausmerzten. Das neue Sterntalerexperiment ist sozusagen ein ergänztes Werk, angeschaut durch zwei Augenpaare.
Ich bin sehr glücklich darüber, die konstruktive Kritik statt als Abwertung als Bereicherung nehmen zu können, ein großer Schritt in meiner Entwicklung!

Uns allen weitere goldene Herbsttage wünscht Heidemarie im Oktober 2014

August 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„und was machen Sie, wenn Sie mal krank sind?“ Diese am häufigsten an mich gestellte Frage während meiner Vorträge und Gesprächskreise kann ich heute wunderbar beantworten. Ging es früher eher um Spekulationen – ich war ja nicht krank, war jahrelang nicht krankenversichert, diese Frage beschäftigte mich für mich persönlich nicht damals – habe ich heute etwas anderes vorzuweisen. Seit mehr als einem Jahr bin ich damit beschäftigt, Heilung zu erzielen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Da ich seit ein paar Jahren wieder versichert bin, zahlt die Krankenkasse natürlich die wichtigsten Dinge, die ich jetzt brauche. Darum geht es hier nicht, eher um ein Miteinander, ein Füreinander, über das ich früher so viel spekuliert hatte. Ich stellte mir eben eine neue Gesellschaft vor, in der es keine Abrechnung, Aufrechnung oder Abgrenzung gibt. Aus der Einheit heraus handeln wir. Wir öffnen unsere Herzen, schauen, was gerade anliegt und springen mit unseren Kräften füreinander ein. So erlebe ich es im Moment. Ich, die Herumreisende, habe seit drei Monaten ein Domizil bei einer Freundin, die mich voller Freude und mit großer Hilfskraft unterstützt, mir Mut macht und mich keinerlei Schwächen fühlen lässt. Obwohl meine Hilfen eher gering ausfallen, kann ich mich frei bewegen ohne schlechtes Gewissen. Meine Freundin bestätigt mir immer wieder, dass für sie unser Zusammenleben völlig in Ordnung ist.

Eine andere Freundin bietet mir schon mal ihre Wohnung für die Nachbereitung der Krankheit an. Für unbegrenzte Zeit möchte sie mich bei sich haben. Freunde und Freundinnen, meine Familie und andere geben sich die Klinke in die Hand, um auf irgendeine Art für mich Sorge zu tragen. Manche reisen von weit her an, um ein paar Tage zu überbrücken, in denen ich allein wäre, weil die Freundin nicht da ist. Unglaublich, wie eins ins andere übergeht und alles ganz selbstverständlich geschieht.

Nicht nur die Besuche und Pflege erstaunen mich sondern auch die Hilfen am Rande. Täglich erhalte ich Nachrichten von unterschiedlichen Heilkreisen oder auch Einzelpersonen, die für mich beten, die mich einbeziehen in ihre täglichen Meditationen.

Und dann sind da die Freunde, die mir mit Literatur über die Runden helfen wollen. Neulich kam ein Päckchen mit sechs nagelneue Büchern bei mir an, und vor ein paar Tagen brachte die Post das 730 Seiten dicke Buch von Tiziano Terzani, der vor ein paar Jahren seiner Krebserkrankung erlag. Zuvor hatte er aber noch dieses umfangreiche Werk verfasst, in dem er seinen Behandlungsweg beschreibt. „Die letzte Runde auf dem Karussell“ heisst das Buch, das in anschaulicher Weise Einblick in die ganz unterschiedlichen Heilmethoden gibt. Angefangen bei der westlichen Schulmedizin, über indische, thailändische, chinesische Heilkunst, sehr interessant und aufschlussreich.

Das hat so wenig damit zu tun, wie wir es heute oft erleben, dass Kranke abgeschoben werden, in Heime gesteckt oder in Krankenhäusern vor sich hin leiden. Obwohl ich nicht mitten im Leben mitspiele zur Zeit, mich etwas aussen vor fühle, bin ich doch integriert, keineswegs vergessen von der Welt. Das fühlt sich so gut an, so wie „Krankheiten gehören auch zum Leben“, wollen uns etwas aufzeigen, uns weiterhelfen bei der geistigen Entwicklung.

Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht, wo ich im Moment etwas für andere und die Welt tun kann, wo ich etwas zurückgeben kann für die vielen Geschenke. Die Meditation von 19.00 – 19.30 Uhr täglich, die ich schon über Wochen einhalte, ist für Heilung, Frieden und Liebe in der Welt gedacht. Inzwischen sind wir schon ein grösserer Kreis, der sich angeschlossen hat. Letzte Woche erhielt ich eine Mail von einer Bekannten, die ihrem Freundeskreis mitteilte, dass ihr Beitrag für eine Friedensstiftung in der Welt eine gemeinsame Meditation von 19. -20.00 Uhr sein sollte. Sie fügte noch ein paar Gebete bei, die als Öffnung für die Meditation gedacht waren. Ich habe mir den Text ausgedruckt und lese ihn mehrmals am Tag durch. So wächst der Kreis ohne Anstrengung , das Einheitsgefühl hebt die Trennung auf, und wir dürfen über das Miteinander glücklich sein.

Ich wünsche uns allen, dass die Unruhen in der Welt friedvoll gelöst werden, dass wir weiter an dem neuen Miteinander weben und Frieden in unseren Herzen finden.

Alles Liebe im August 2014 von Heidemarie

 

April 2011

Liebe Leser und Leserinnen,

Wenn ich im Vertrauen lebe, bekomme ich alles, was ich brauche! So lebe ich, das trägt und hält mich und bringt mich voran. Es ist eine neue Frequenz, schwer beschreib- oder erklärbar. Darum gibt es manchmal Unstimmigkeiten und Verurteilungen. Da ich mir jegliche Form von Rechtfertigung jetzt und in Zukunft erspare, lebe ich halt auch mit der einen oder anderen Verurteilung!

Überwiegend jedoch ist mein Leben leicht und unbeschwert und weist einen Lebensstil auf, den ich mir für alle in Zukunft vorstelle: Jeder Mensch lebt genau das, was er schon immer wollte, was ihn bewegt und vorantreibt. Er ist in Freude, in Bewegung und Schwung, weil da wieder etwas auf ihn zukommt, was auch für andere einen Gewinn darstellt. Das wird uns in Zukunft am meisten beschäftigen: die Punkte zu sehen, in denen wir mit anderen gemeinsame Sache machen!

Gestern rief mich eine Freundin an. Mit ihr kann ich mich gut austauschen, ihr auch die kleinen Schritte erklären und fühle mich von ihr rundherum verstanden. Gegenseitig schildern wir uns unsere jeweils zuletzt gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse, und es bereitet großen Spaß, Parallelen zu entdecken und aus unseren Erfahrungen die gesammelten Erkenntnisse miteinander zu vergleichen. Es gibt keinerlei Konkurrenz oder Besserwisserei trotz unseres großen Altersunterschieds. Für mich bedeutet dieser Austausch einfach Klärung, genaues Hinschauen und dabei etwas Zurechtrücken.Gestern las ich ihr am Telefon eine kleine Geschichte vor, die aus einem Buch einer amerikanischen Wissenschaftlerin stammt. Es geht darin um die Transformation einer Raupe in einen Schmetterling. Norie Huddle schildert in ihrem Buch „Butterfly- a tiny tale of a great transformation”, wie beim Einspinnen in einen Kokon Zellen entstehen, die von den alten Zellen als Feinde empfunden werden, weil sie auf einer anderen Frequenz schwingen.Diese neuen Zellen – von den Wissenschaftlern Imago Zellen genannt- die zu Beginn von den alten Zellen vernichtet werden, vermehren sich jedoch unaufhaltsam! Bald sind es so viele, die auf einer ähnlichen Frequenz schwingen und sich zusammenschließen, Informationen weitergeben und sich gegenseitig bereichern, dass die alten Zellen nicht mehr gegen sie ankommen. Sie bilden Gruppen, die plötzlich merken, dass sie etwas Neues darstellen, eine Aufgabe haben, und sie beginnen, den alten Raupenkörper von innen zu transformieren. Die Geburt des Schmetterlings beginnt, und jede Schmetterlingszelle übernimmt ihre eigene Aufgabe! Für jede der neuen Zellen ist etwas zu tun, alle sind wichtig. Und alle anderen Zellen unterstützen sie darin, genau das zu tun. Das ist ein perfekter Weg, eine Schmetterlingsbewegung aufzubauen…… so steht es in dem Text, und meine Freundin ist begeistert.„Das ist genau der Text, der mir gerade gefehlt hat,“ ruft sie ins Telefon.“Du weißt ja, dass der Schmetterling das Symbol für die violette Partei ist, bei denen ich mitmache. Und sie brauchen ein paar Hinweise, um aus den momentanen Schwierigkeiten aussteigen zu können. Und für mein eigenes Leben passt es auch – immer die Schwierigkeiten zu Beginn einer neuen Herangehensweise, das Gefühl von allen Seiten bekämpft zu werden und dann plötzlich den Lebensfluss zu spüren. Grandios, wie wieder alles passt. Und dass es wieder einmal die Wissenschaftler sind, die ihre Beobachtungen aus der Natur begründen können.“ Wir beide schwärmen – wie so oft- über diese Informationen.

Ich selber gehe noch weiter in das Thema und denke: genau das sind meine Worte, wir müssen uns nicht mehr bekämpfen, uns nicht gegenseitig vernichten. Wir können uns zusammentun und miteinander eine schöne neue Welt aufbauen. Eine Welt, in der es für alle genug zu essen gibt, jeder, der will, ein Dach über dem Kopf hat, genügend Kleidung und alles, was nötig ist. Wir unterstützen uns gegenseitig, tragen Informationen weiter und freuen uns über die Blütenpracht auf unseren Wegen. Und mit unserm Tun, dem Flattern von Blüte zu Blüte, erhalten wir die Wunder der Natur!
Unser Beitrag bereichert alle, und wir können die Beiträge der anderen schätzen und uns gemeinsam freuen. Feste feiern, miteinander singen und tanzen, das ist jetzt angesagt. In die Freude gehen und die Schatten ins Licht holen, sie annehmen und auflösen, um die neue Leichtigkeit wirklich leben zu können. Was für ein Frühling –

schwärmt Heidemarie Schwermer im April 2011

August 2008

Viele Interviewanfragen habe ich in der letzten Zeit abgesagt, weil es

einfach nicht dran war und ich ausprobieren wollte, ob ich für „ein Leben

im Hintergrund“ noch tauge. Während dieser Zeit tauchte ich noch tiefer in

die unterschiedlichen Familienstrukturen ein, passte mich an, lebte mit

und konnte es geniessen.

Als eine Anfrage von der Süddeutschen Zeitung für ein Interview an mich

erfolgte, hatte ich das Gefühl, dass ich nun für etwas Neues bereit sei.

Ich nahm an, und auf der Seite „Geld“ im wirtschaftlichen Bereich

erschien dann ein Artikel mit der Überschrift: „Eine Welt ohne Geld“. Das

freute mich sehr, denn bislang war ich ja immer reduziert worden auf „Mein

Leben ohne Geld“. Die Journalistin Franziska Brüning ging in ihrem Artikel

auch auf andere Gruppen und Sichtweisen ein. Das rundete etwas ab und

passte so in die neuen Gesprächsrunden, die ich mit anderen Menschen

inzwischen überall anrege.

In diesen Gruppen lassen wir uns leiten von dem Augenblick. Das Motto

„Jede kann was, was nicht jeder kann“ führt uns durch ein buntes und

reiches Programm, das jedesmal anders aussieht. Gemeinsamer Schwerpunkt

ist allerdings unser Bemühen, mitzuwirken bei einer positiven

Veränderung des Massenbewusstseins. Wir bestärken uns gegenseitig und

gehen in allen Fragen wohlwollend miteinander um. Jede kann sich äussern,

ohne darüber nachzudenken, ob das Geäusserte gut genug ist oder nicht.

Damit geht ein langersehnter Wunsch von mir in Erfüllung, nämlich ohne

Bewertung jeden dort zu lassen, wo er/sie gerade steht.

Und das wiederum bedeutet eine Stärkung des eigenen Selbstwertgefühls.

Zu spüren, wie wir alle miteinander verbunden sind und jegliche Konkurrenz

ausschalten können, bedeutet, auch uns selber so anzunehmen, wie wir

sind.

Eine neue Welt ist gerade im Entstehen, oder besser ausgedrückt: Wir

verändern unsere Sichtweise, so dass andere Werte, die bislang

vernachlässigt wurden, ihren Platz einnehmen können. Dabei geht es um

Annahme, Liebe und Miteinander, auch um die Überwindung der Isolation,

des Misstrauens und der Ängste. Es ist eine wunderbare Welt, der Himmel

auf Erden sozusagen.

Und was hat das mit der Aufgabe des Geldes zu tun, könnte jetzt die

Frage lauten. Die anderen Gruppenmitglieder leben alle noch mit Geld und

erfahren denselben Prozess. Für mich bleibt jedoch ein gravierender

Unterschied, denn dadurch dass ich keine Belastungen im Alltag spüre,

dass ich mich absolut frei fühle, sind die Gruppenerfahrungen nichts

Abgehobenes, Einmaliges sondern mein Alltag. Ich muss nicht am nächsten

Tag darüber grübeln, wo ich meine Brötchen herbekomme oder besser: wie ich

mein Geld verdienen kann. Das Gefühl, dass alles zur rechten Zeit am

rechten Ort ist, trägt mich inzwischen. Und so sehe ich die „Neue Welt“:

niemand muss mehr strampeln oder sich verkaufen, um die notwendigen Dinge

für das Leben zu erwerben.

Stattdessen können wir aufgehen in einem liebevollen Miteinander, unser

Herz wieder spüren und eine Buntheit leben, die einfach wundervoll ist.

Herzlich grüsst Heidemarie Schwermer im August 2008