Kategorie-Archiv: 2012

April 2012

Liebe Freundinnen und Freunde,
was für ein schöner Ostermorgen , mit Sonnenschein, Vogelgezwitscher und den vielen vielen bunten Blumen. Muss uns da nicht das Herz aufgehen?

Eine junge Frau fragte mich neulich in einem Interview, was in meinem eigenen Leben und überhaupt im Leben das Glück ausmacht? Was Glück ist und wann es sich zeigt. Tja, lässt sich das so leicht erklären? Bedeutet Glück nicht für jeden von uns etwas anderes? Meine Recherchen in dieser Frage bringen mich zu folgendem Schluss: Es ist egal, welche Situationen uns ins Glück bringen. Diese sind unterschiedlich und individuell. Das Ergebnis ist übertragbar und hat mit dem Gefühl zu tun, dem Gefühl des „flows“ oder besser auf Deutsch des Fließens in uns. Was genau fließt denn da? Als Psychotherapeutin habe ich oft mit den inneren Gefühlen und Bildern gearbeitet. Meine Klienten wurden aufgefordert, in ihrem Inneren zu forschen. Dazu schlossen sie ihre Augen und begaben sich in ihren Körper gedanklich und auch mit den inneren Augen. Meistens entdeckten sie tatsächlich Bilder oder Bildabfolgen, die sie in Kontakt mit sich und ihren Problemen und Lösungen brachten. So konnten sie Farbe und Form der Hindernisse in sich genau beschreiben, konnten mit ihnen reden, ihnen danken und sie wegschicken, weil nun etwas Neues angesagt war. Das Auflösen von alten Mustern, die uns von Kindheit an in der Mangel hatten, beschert vielen Seelenarbeitern das allergrößte Glück, eine unbeschreibliche Erleichterung. Zu merken, dass wir nicht länger ohnmächtig miterleben müssen, wie wir schon wieder in diese verflixte Schwere fallen, ist wunderbar. Zu merken, dass wir selber unser Leben gestalten, Probleme auflösen, Knoten platzen lassen können, um im Lebensfluss mitzuschwingen und zu fließen, macht Freude, die wiederum Glück bedeutet.
Nicht ein Urlaub nach Hawaii, nicht die Anerkennung unserer Mitmenschen für unser Tun oder der Kauf eines neuen Stücks macht auf Dauer glücklich, sondern die Intensität des Augenblicks, die Wahrnehmung der Kleinigkeiten um uns herum lässt unsere Seele jauchzen.
Und wie kann das gehen, dass wir in dieses Gefühl kommen? Stellt es sich von selbst ein, oder müssen wir etwas dafür tun, uns anstrengen? Für mich gibt es nichts Schöneres als meine Seele in Schwung zu bringen, ihr einen Nährboden zu schaffen, in dem sie sich suhlen kann. Klar gibt es einiges zu beseitigen, um die Leichtigkeit zum Leben zu erwecken. Die Störungen wollen angeschaut werden. Das Sprichwort „leicht ist schwer“ passt.
Verweigern wir diese wichtige Arbeit, werden wir immer wieder in ähnliche Situationen geraten, die die Schwere herbeiziehen. Wir werden uns beklagen über die Ungerechtigkeit, der wir ausgesetzt sind, über die bösen anderen bis wir den Schlüssel für die Tür ins Glück finden: den Kontakt mit unseren Schattenseiten herzustellen und uns über den kleinsten Fortschritt zu freuen.
Eine Übung möchte ich an dieser Stelle weitergeben: Immer wenn ein Druck sich in meiner Magengegend einstellen will, grundlos und dennoch mächtig, nehme ich sofort Kontakt damit auf. Ich spreche mit dem Druck, den ich so gut aus früheren Zeiten kenne, begrüße ihn und bedanke mich gleichzeitig für die getane Arbeit in der Vergangenheit. Dann erkläre ich ihm, dass er heute nicht mehr nötig ist und entlasse ihn somit in die Weite des Universums. Ich erzähle ihm, dass er nicht mehr gebunden ist an meinen Körper und sich einen „lauen Lenz“ in der Weite machen kann. Meistens verschwindet er hocherfreut und schafft Platz für die Leichtigkeit. Wenn er allerdings nicht zum Platzwechsel bereit ist, geht kein Weg an einer Arbeit mit meinen Konflikten vorbei. Die Bewusstseinsarbeit- so nenne ich das- macht alles neu, wie der Frühling.

Herzlich grüßt Heidemarie im April 2012

Juli 2012

Liebe Leser,

liebe Leserinnen, eine aktuelle Seite sollte über die aktuellen Tätigkeiten berichten. Sie sollte die „Kundschaft“ auf dem Laufenden halten, sie teilhaben lassen an den wichtigen Dingen im Leben!

Wer ist denn überhaupt meine Kundschaft? Wer interessiert sich für meine Seite, wartet vielleicht ungeduldig auf den nächsten Text? Das Internet hat schon etwas sehr Unpersönliches, weil ich selten erfahre, wer gerade auf meiner Seite herumstöbert. Wenn ich daran denke, wie ich in früheren Zeiten mir die Morgenstunden nahm, um einen Brief zu schreiben, der an eine einzige Person ging. Hoi, was für ein Luxus! Eine Stunde oder manchmal sogar länger für nur eine Person! Gut, Goethe hat auch regen Schriftverkehr gewechselt mit unterschiedlichen Menschen, immer einen zur Zeit. Später- bei den Veröffentlichungen- konnten dann Tausende in den Genuss kommen, das zu lesen, was erst einmal ein Austausch zwischen zwei Personen gewesen ist. Interessant erscheint mir das. Macht es einen Unterschied, wenn ich einen Text verfasse, der nur an eine Person gerichtet ist oder vielen dient? Für mich nicht! Ich habe beim Schreiben immer das Gefühl, den oder die nächstbeste zu meinen.

Oder schreibe ich sogar nur für mich? Mich anderen mitzuteilen, bedeutet ein großes Vergnügen. Das Unpersönliche des Internets verschwindet, weil es einfach nicht relevant ist. Ich drücke mich aus über ein Thema, entwickel etwas und erhöhe dabei meine Energien. Irgendetwas kommt in Fluss, bewegt sich, macht Freude und bringt sogar Resultate.

Nehmen wir mal mein aktuelles Thema: das Geld, oder besser die Geldlosigkeit. Nicht immer schreibe ich darüber. Aber immerhin haben meine drei Bücher alle im Titel das Thema Geld. Beim ersten heißt es ganz schlicht „mein Leben ohne Geld“, beim zweiten geht es um die „Fülle ohne Geld“, und beim dritten um die „WunderWelt“, die so ein Leben mit sich bringt. Ich schreibe über Dinge, die ganz persönlich sind, öffne mich für meine LeserInnen und erfahre hinterher jedes Mal, dass ich vielen aus der Seele gesprochen habe. Der Satz “das hätte von mir sein können, genauso empfinde ich“ wird immer häufiger. Wir befinden uns wirklich in einer spannenden Zeit. Die Individualität, die uns doch so wichtig erschien in unserer Jugend oder auch später, macht Platz für etwas Neues. Im Internet gibt es Leute, die ihr Tagebuch – das was früher die größten Geheimnisse beinhaltete, über die niemand wissen durfte- ganz offiziell zur Sprache bringen. Gibt es keine Geheimnisse mehr? Werden die Menschen oberflächlicher, oder womit hat das zu tun?

In einer Gruppe schilderte vor einiger Zeit ein junger Mann dieses Phänomen so: „Ich möchte keine Geheimnisse mehr vor niemandem haben, möchte transparent sein. Alles was mich betrifft, soll gut sichtbar für meine Nachbarn sein. Die Geheimniskrämerei schafft doch nur Grenzen. Wenn wir alle uns öffnen, entsteht ein anderes Miteinander. Alles ist menschlich, gemeinsam können wir unsere Probleme angehen, müssen nichts verstecken, weil Fehler und Missstände zum menschlichen Dasein gehören. Niemand ist vollkommen, oder besser: so, wie er sich zeigt, ist er vollkommen. Jede darf so sein, wie sie ist! Wir können aufhören mit dem Theater, die dunklen Seiten zu verstecken. Sie kommen doch irgendwann zum Vorschein, und dann geht es uns an den Kragen, wie es bei den Politikern immer wieder geschieht. Reihenweise werden sie abgewählt, weil jemand einen schwarzen Fleck auf der weißen Weste recherchiert hat. Ich will das alles einfach auflösen, meine Eigenschaften sichtbar machen und dadurch unangreifbar werden, weil ich mich immer stärker fühle durch die Liebe für mich und die anderen. Mit so einer Offenheit rücken die Menschen näher zusammen und können sich besser verstehen. Das soll mein Beitrag für eine Verbesserung der Welt sein.“

Auch mir erscheint es so, dass diese Offenheit nicht mit Oberflächlichkeit zu tun hat sondern eher mit Tiefe und einem Verständnis für ein anderes Miteinander oder sogar mit Liebe. Die Menschheit verschmilzt miteinander, ist wohlwollend füreinander und empfindet intensiv, in dem jeder einzelne sich traut zu zeigen, wer er ist. Jeder Augenblick ist dadurch hochaktuell.

Herzliche Grüße von Heidemarie im Juli 2012

Diesmal möchte ich den aktuellen Beitrag ergänzen durch einige Tipps einer Gleichgesinnten. Monika hat einiges ausprobiert, was für viele Suchende aktuell sein könnte. Darum füge ich jetzt einfach ihren Text dazu:

Anregungen für ein Leben in materieller Leichtigkeit:

Jeden Tag – Ein Geschenk

Die meisten Menschen haben daheim viele Dinge herumstehen, die sie weder gebrauchen, noch wirklich gern haben.Ein einfaches Ritual kann dabei helfen, seinen Besitz zu reduzieren und gleichzeitig anderen Menschen Freude zu bereiten. Und so funktioniert es:

Richte Dir eine Kiste her, die Du irgendwo in einem Schrank oder einer Vorratskammer aufstellst.Jeden Tag nun sichte Deine Schränke, Regale etc. und frage Dich, was von dem, das Du siehst, Du aller Voraussicht nach nicht mehr gebrauchen wirst oder was Du eigentlich gar nicht wirklich magst, was nicht mehr zu Dir passt etc.

Wähle einen Gegenstand aus und lege ihn in die vorgesehene Kiste. Wenn Du nun irgend jemand besuchst, Freunde triffst, einem Arbeitskollegen eine Freude bereiten willst,… dann schau, was in der Kiste zu dem, den Du beschenken willst, passen könnte. Du wirst entdecken, wie viel Freude es macht, wenn Du es Dir zur Gewohnheit machst, die Menschen, die Dir begegnen, regelmässig zu beschenken und gleichzeitig selbst materiell leichter zu werden. Auch wenn Du finanziell sehr arm sein solltest, kannst Du Dein Lebensgefühl auf diese Weise sehr einfach ändern, denn Du wirst Dich als Gebende(r) reich fühlen. Es kann sogar sein, dass Du so viel Freude daran entwickelst, Dein Hab und Gut zu reduzieren, mit dem Ziel auch das Glück anderer zu mehren, dass Du deutlich mehr als nur einen Gegenstand am Tag in die Kiste legst. Und wenn Du dann irgendwann einmal entscheidest, wie Heidemarie mit nur ganz wenig Besitz durch das Leben zu gehen, hast Du erstens bereits Vieles weggegeben und zweitens schon ganz viel Erfahrung darin, dass das Loslassen leicht gehen und Freude bereiten kann.

Alle, die dich besuchen, dürfen auch jedesmal in die Kiste schauen und sich bedienen.

Das Wesentliche griffbereit

Keiner weiß, was die Zukunft bringt. Nun stelle Dir vor, aus irgendeinem Grund wärst Du gezwungen, innerhalb von fünf Minuten aus all Deinem Besitz das herauszusuchen, was Du für Dein weiteres Leben als unentbehrlich und wichtig betrachtest und den Rest müsstest Du zurücklassen (z.B. weil Dein Haus brennt…). Wahrscheinlich bereitet Dir dieser Gedanke einige stressige Empfindungen und Du wärst in einer solchen extremen Notsituation sehr gefordert. Würdest Wesentliches vergessen?

Und nun lade ich Dich ein, etwas zu tun, das Dir ganz viel Frieden in Bezug auf Deinen materiellen Besitz bringen kann. Richte Dir eine Kiste oder eine Schublade ein, in die Du Dokumente, Erbschmuck,… legst, die Du für Dich (und Deine Lieben) als wirklich wesentlich und wichtig betrachtest. Lass Dir dafür ruhig einige Tage/ Wochen Zeit.

Dabei kannst Du Übersichtslisten anstellen von Deinen Konten, Versicherungen, Passwörtern etc., so dass Du mit diesem „Schatz“ in der Hand ganz beruhigt sein kannst, wissend dass Du in Windeseile alles Wesentliche griffbereit hast. Gleichzeitig sortierst Du damit Deinen Besitz und hast bereits ganz viel Vorarbeit geleistet, falls Du eines Tages wirklich Deinen Besitz drastisch reduzieren möchtest.

Besitz loslassen – leicht gemacht

Wer sich entschließt, seinen Besitz weitgehend aufzulösen, dem sei hier eine einfache Methode vorgestellt, wie der Prozess des Sortierens ganz ganz leicht funktionieren kann. Bei jedem Gegenstand, der Dir in die Hand fällt, kannst Du Dir zwei Fragen stellen:1. „Liebe ich ihn mit meinem ganzen Herzen?“2. „Brauche ich ihn für den Lebensabschnitt, der nun vor mir liegt?“Solltest Du eine der beiden Fragen mit einem NEIN beantworten, so kannst Du recht wahrscheinlich von diesem Gegenstand Abschied nehmen.

Ein solcher Gegenstand wird nun weitergeleitet zu den Stapeln:- Geschenke für Freunde, bestimmte Einrichtungen etc.- kann ich verkaufen- Weitergeben an Arme (z.B. Supermärkte für arme Menschen, Sammlungen für arme Länder etc.)- In ganz wenigen Fällen müssen bestimmte Dokumente (z.B. bei ehemals Selbständigen) vonrechtswegen aufbewahrt werden. Für diese sollte ein eigener Stapel eingerichtet werden.Insgesamt kann das Aussortieren auf diese Weise sehr einfach und mit Herz und Verstand vollzogen werden.

Buchtipp:

Karen Kingston „Feng-Shui gegen das Gerümpel des Alltags“.

Das Buch ist ein wunderbarer Begleiter, wenn Du Dich von materiellem Ballast befreien willst.

Hier Monikas Mail-Adresse:

monika.balkova@web.de

Oktober 2012

Liebe Leser und Leserinnen,

wie oft habe ich hier in meinen aktuellen Texten über den Augenblick und seine spezielle Bedeutung geschrieben! Immer wieder erscheint es mir wichtig, darauf hinzuweisen, wie zufrieden und glücklich wir werden können, wenn der Gedankenwust in unseren Köpfen aufhört und wir frei werden für das, was gerade geschieht. Auch wenn es Unangenehmes beinhaltet! Im Augenblick zu sein, heißt, sich und das Drumherum zu spüren und zu leben, die Wenns und Abers zu verabschieden, um Platz zu schaffen für das ganze Sein! Auf diese Weise erfahren und erspüren wir die wirklich wichtigen Dinge für unseren Alltag, für unsere Weiterentwicklung und unsere Lektionen. Wir erfahren die geistige – die WunderWelt, die allzeit bereit ist für unsere Belange.

„Würde spiegeln“- dieser Titel fiel mir ein, als ich vor dem Spiegel stand, den Jörg Amonat und Reinhard Knodt in Berlin gestaltet haben. Ihr Projekt hat mit der Würde des Menschen zu tun, die ja unantastbar sein soll, wie es im Grundgesetzbuch heißt. Jörg und Reinhard haben nämlich in einen Spiegel das Wort Würde eingravieren lassen. Jeder, der hineinschaut, wird sich fragen, wie es mit der eigenen Würde bestellt ist. Ziel der Kunstschöpfung der beiden ist jedoch, die Spiegel zu verkaufen an reiche Menschen, die mit ihrem Kauf Menschen unterstützen, die in irgendeiner Form zu Opfern geworden sind: Kindersoldaten, misshandelte und missbrauchte Mädchen und Jungen. Opfer gibt es in Massen, wie wir wissen, und es ist eine gute Idee der beiden Künstler, die ich sofort aufgegriffen habe mit Genehmigung der beiden, versteht sich!

Als ich in den Spiegel sah, wurde ich angeregt zum Nachdenken. Zunächst fielen mir die anderen ein, wie sie zu ermutigen wären, über ihre Würde nachzudenken und das auszudrücken. Ich wollte mich mit ihnen darüber unterhalten, ihnen eine Möglichkeit geben, auch Projekte vorzustellen in einem kleinen Film, den ich dann auf youtube setzen will. Da ich nicht über eine Kamera und die entsprechenden Fähigkeiten verfüge, hatte ich die Idee, meine Kontakte aufzufrischen zu den vielen Kameraleuten, die ich im Laufe meiner Medienpräsenz erfahren habe. Es bot sich an, in Berlin zu beginnen, wo ich den Spiegel entdeckt hatte. So trafen sich in Jörgs Wohnung die beiden Künstler und Ulle Sende, ein Kameramann, der vor ein paar Monaten schon einen Film mit mir aufgenommen hatte. Das setting war gesetzt, der Inhalt sollte sich ergeben. Eines meiner Merkmale ist, die Ideen sich entwickeln zu lassen ohne großes Konzept, eine Tatsache, die schon einige meiner Gastgeber verwirrte. Die Frage: welches Konzept liegt dem zugrunde? Erzähl doch mal, konnte ich niemals richtig beantworten, weil das Konzept nur als Idee bestand und für seine Umsetzung den Augenblick erkor, keine Vorbereitung oder Ausarbeitung. Als ich das erste Mal ins Fernsehen geladen wurde, bearbeitete mich eine Freundin, die sehr erfolgreich in ihrem Berufsleben aufgrund ihrer ausgeklügelten und bis ins letzte vorbereiteten Sitzungen war. Sie überließ nichts dem Zufall und konnte meine „nachlässige“ Haltung nicht verstehen. Dabei handelte es sich keineswegs um Nachlässigkeit oder Leichtfertigkeit sondern einfach um eine andere Herangehensweise.

In einem Buch von Yogananda, einem indischen Guru der Vergangenheit las ich einmal, wie er auf seiner ersten Reise nach Amerika das Publikum auf dem Schiff in seine Weisheiten einweisen sollte. Er stand vor dem Mikrofon, wusste nicht, was und wie er es sagen sollte und hoffte auf Beistand aus der geistigen Welt. Ein paar Minuten vergingen ohne Worte, bis es plötzlich aus ihm heraussprudelte. Im Nachhinein war er sehr erstaunt über diese Tatsache und hat bei seinen vielen Vorträgen in Amerika niemals anders gehandelt. Seine Ausführungen kamen aus dem Bauch oder besser aus dem Herzen. Er hatte die weibliche Herangehensweise gewählt, was mich beim Lesen erfreute, war das doch auch meine.

Nun wollte ich die anderen Mitspieler – drei Männer an der Zahl – in eben diese Herangehensweise einbeziehen. Es bereitete uns viel Freude, unsere Projekte miteinander zu vernetzen. Der Würde-Spiegel und „gib& nimm“ haben etwas miteinander zu tun, denn beides bringt das Gegenüber zum Nachdenken über den eigenen Standort .

Auch der zweite Film mit dem Fotografen Joachim Schiwy aus Potsdam basierte auf demselben Boden. Hier wurde der Standpunkt bei der Betrachtung der Dinge im Alltag herausgearbeitet und die Toleranz, die dabei entsteht, hervorgehoben. Ein Anliegen von „gib&nimm“ ist die Toleranz, die Akzeptanz der anders Denkenden und Handelnden, was wiederum mit der Würde und den Werten zu tun hat.

Ganz anders mein Auftritt in der Fernsehshow. Ich hatte mich überreden lassen, nach einer längeren von mir eingehaltenen Pause ein Thema zu bedienen, das auch mir am Herzen lag: die Armut im Alter. Da es für mich keine Armut gibt, wenn wir uns in einer gegenseitigen Teilhabe befinden, wir uns gegenseitig mit unseren Fähigkeiten beglücken, hätte ich gern davon mitgeteilt. Leider fiel ich nach hinten ab, fühlte mich wieder einmal nicht ernstgenommen und hätte am liebsten die Show frühzeitig verlassen, was ich mich nicht traute. Denn hier wurde 90 Minuten lang darüber gefachsimpelt, was alles faul war im Staate. Das Geld müsse anders verteilt werden und andere Weisheiten wurden hin und her geworfen. Zwar durfte ich mich auch äußern, aber in der kurzen Zeit, die mir zustand, gelang mir keine vernünftige Darstellung meiner Ideen. Ich fühlte mich völlig fehl am Platze und bereute meine Zusage. Nicht einmal mein neues Buch von der „Wunderwelt“ wurde erwähnt , geschweige denn gezeigt, obwohl es wie die anderen geehrten Bücher auf einem Nebentischchen zur Präsentation lag.

„Würde spiegeln“- Würde empfinden, heißt , die eigenen Werte zu schätzen und die der anderen. Wir alle haben unseren Platz, von dem aus wir beitragen können zum Gelingen einer lichten Welt, denn auch die Erde soll von uns gewürdigt werden.

Nach dem Schreiben dieses Textes begab ich mich schwungvoll in den sonnenreichen Herbsttag nach draußen, froh, über meinen Entschluss, die Shows im Fernsehen anderen zu überlassen, ein „nie wieder“ und dadurch eine neue Freiheit zu empfinden, als mein Handy läutete und sich eine sympathische Stimme meldete, die mich gern zu einer Show im ZDF einladen wollte. Nein, nein, das ist vorbei war meine erste Reaktion. Unser anschließendes Gespräch entpuppte sich in eine andere Richtung, und nun werde ich wohl wieder einmal weitermachen. Ich selber muss darüber lachen, wie oft ich schon das „nie wieder“ missbraucht habe. Eine meiner Freundinnen verdreht jedes Mal ihre Augen bei diesem Ausspruch, ahnt sie doch meine Umentscheidung. Ja, da hat der Augenblick mal wieder zugeschlagen.

Einen allerliebsten sonnigen Herbst wünscht Heidemarie im Oktober 2012

Dezember 2012

Liebe LeserInnen,

der 21.12.12, das herbeigesehnte, gefürchtete, viel besprochene Datum ist vorbei- sang- und klanglos. Kein Mensch redet mehr darüber, höchstens diejenigen, die behaupten, die Katastrophe abgewendet zu haben, den vorhergesagten Weltuntergang verhindert zu haben durch die vielen Meditationen, die Transformationen des Dunklen in Licht. Die menschliche Schöpferkraft habe gewirkt, heißt es. Millionen von Menschen hätten sich beteiligt, um das Goldene Zeitalter, das jetzt Einzug hält, in entsprechender Form zu begrüßen.

Das Goldene Zeitalter, in dem die Dualität sich auflöst, die Streitereien beendet sind, alle Dunkelheit dem Licht Platz macht, hat also Einzug gehalten. Was heißt das? Anders als vor mehr als 20 Jahren, wo als Zeichen für eine neue Zeit eine Mauer fiel, einfach so, ohne vorherige Spekulationen, die Menschen überraschte, sie in Freudentaumel versetzte, bleiben die sichtbaren Zeichen heute aus. Kriege wüten weiter, Nachbarn meiden einander und Familienzwiste sind keineswegs verschwunden. Auch das Geld wurde nicht abgeschafft, wie Kurt Schrammel aus Österreich vorhersagte. Was nun? Wo stehen wir? Was sollen wir tun? Wie können wir das Goldene Zeitalter ehren?

Auch ich beteiligte mich an einer einstündigen Meditation für Mutter Erde, Vater Himmel und alle Geister, die unser Leben bereichern. Ich meditierte in einem Kreis von Menschen, die anschließend freudig über ihre Empfindungen berichteten. Fast alle spürten den neuen Zeitgeist in sich, und ich kam mir ein wenig vor wie bei des Kaisers neuen Kleidern, die mir einfach nicht ins Auge fielen. Der Kaiser war nackt, ebenso wie meine „neuen“ Gefühle. Nichts hatte sich transformiert, im Gegenteil, nachts hatte ich nach Jahren mal wieder einen Traum, den ich aus meinen schlimmsten Zeiten kannte. Und mein Gefühl am Tag war keineswegs gehoben, geschweige denn euphorisch. O nein, bei mir gab es einige Unebenheiten, die ich lange nicht mehr gespürt hatte und die mich in eine vorübergehende Schwere brachten. Das zeigte mir, dass eine neue Zeit sich nicht einfach so präsentierte, ohne dass wir daran beteiligt waren. Meine Hauptbotschaft in meinen Vorträgen, nämlich dass wenn wir Menschen nicht an uns arbeiteten, sich gar nichts verändern würde in der Welt, offenbarte sich in meinem eigenen Dasein. Nichts lässt sich unter den Teppich kehren, alles will beachtet und bearbeitet werden, bevor sich etwas Neues zeigen kann, Goldenes Zeitalter hin oder her! Oder hatte das mit Ursache und Wirkung zu tun? Weil ich diese Hauptbotschaft hegte und pflegte, wollte sie sich nicht einfach auflösen? Interessant ist das! Spannend und untersuchungswert.

Was ist mit unserer göttlichen oder menschlichen Schöpferkraft? Haben wir sie oder ist alles nur Einbildung? Gibt es die Wunderwelt wirklich, in der andere Gesetze regieren oder spielt unsere Fantasie uns ein paar Streiche?

Mein letztes Buch, das ich mit „WunderWelt ohne Geld“ betitelt habe, in dem viele Beispiele für ein wundervolles Dasein präsentiert werden, soll aufzeigen, wie eine veränderte Herangehensweise an die Dinge funktionieren könnte. Wunder über Wunder gibt es in meinem Leben, die mich erfreuen und beflügeln, die mich sogar in Ektase versetzen. Ein Goldenes Zeitalter, das für mich schon lange begonnen hat, lässt sich nicht an einem Datum festmachen. Es geht m.E. darum, dass jeder Mensch zu seinem eigenen Gold findet, dass er/sie die eigene Mitte einnimmt und in ihr verweilt. So lösen sich Zwiste und Streitereien auf. Wir durchtränken die täglichen Situationen mit Liebe, lassen uns nicht gefangen nehmen von den unerlösten Gefühlen, die uns voneinander trennen. Allerdings achten wir auf Störungen, die noch etwas Aufmerksamkeit erfordern, bevor sie sich auflösen können. Keine Verdrängung, nichts Aufgesetztes, purer Lebensfluss, darum geht es. Auch wenn uns alte Ängste mal wieder einholen, zu wissen, dass die Kraft des Lebens sie uns für unser geistiges Wachstum zuspielt. Darin besteht die neue Zeit, das Goldene Zeitalter: A n z u n e h m e n, w a s i s t! Und zu fühlen, wie wir alle Teil der geistigen Welt sind, ja, selbst Pflanzen, Tiere und alles um uns herum einbezogen, geachtet, gewertschätzt und geliebt wird.

Ein wundervolles neues Jahr wünscht Heidemarie im Dezember 2012