Kategorie-Archiv: 2014

Dezember 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
gleich sind wieder zwei Monate um seit dem letzten Eintrag. Dabei wollte ich hier viel öfter meine Gedanken festhalten. Allerdings gehe ich mit dem Lebensfluss und akzeptiere längere Pausen, in denen eine Menge geschieht, was ich dann später bearbeite.
Diesmal soll meine Heilungsreise nach Teneriffa im Mittelpunkt stehen. Eine Freundin hat dort eine Wohnung geerbt, die sie meist an Touristen vermietet und damit ihr Einkommen bestreitet. Sie selber fliegt zwei-, dreimal im Jahr dorthin und genießt das warme Klima und die anderen Vorzüge. Weil sie von meiner Krankheit wusste, bot sie mir an, eine Reise mit ihr für drei Wochen in die Wärme zu machen. Teneriffa hat den Ruf, eine Heilinsel zu sein wegen des Klimas und der gebirgigen Landschaft. Viele Heilungsgeschichten kursieren dort.
Ich war Feuer und Flamme, konnte mir im Vorab das wunderbare Gefühl der Wärme und Leichtigkeit vorstellen. Als sie ein günstiges Angebot für unsere Flüge fand, war klar, dass der triste November und Anfang Dezember in wohliger Stimmung geschehen würde. Meine Gesundheit kam nur langsam voran im kalten Deutschland, und ein Wärmekick käme mir gerade recht. Die Woche vor dem Flug wohnte ich bei einer anderen Freundin in der Nähe des Flughafens. Drei Tage vor Abflug begann ich, einen Kontakt zu meiner Reisebegleiterin zu suchen, was mir jedoch nicht gelang. Alle Mails kamen zurück, ihr Handy war ausgestellt, und ein Telefonfestnetz hatte sie nicht. Ich wurde von Tag zu Tag unruhiger, regte mich innerlich sehr auf, so dass ich in eine alte Schwäche verfiel und mich ernsthaft fragte, ob ich überhaupt in der Lage wäre, diese Reise zu bewerkstelligen. Am Vorabend der Reise besprach ich mich mit meiner anderen Freundin, fachsimpelte darüber, ob ich wohl auch allein fliegen könnte, denn das Flugticket hatte ich ja schon. Wie froh war ich, als sie sich dann doch noch meldete, mir erklärte, dass ihre technischen Kommunikationsmittel alle versagt hätten und sie sich dafür entschuldigte. Der Flug und das Ankommen gestalteten sich leicht. Dennoch verbrachte ich die erste Woche meist auf dem Bett liegend, so schwach fühlte ich mich. In der zweiten Woche veränderte sich alles. Ich begab mich an den Strand, ging viel spazieren und schöpfte täglich mehr Kraft. Ich spürte regelrecht eine Besserung von Tag zu Tag, die mich in eine große Freude brachte. Wenn wir um 18.00 Uhr (19.00 in Deutschland) die Friedensmeditation zusammen machten, die ich ja schon über Monate mit vielen anderen in Deutschland begonnen hatte, saßen wir auf dem Balkon, sahen täglich die Sonne untergehen um 18.00 Uhr und öffneten unsere Augen um 18.30 in tiefer Dunkelheit. Die Dämmerung fehlte hier.
Ich hatte mich in den letzten Monaten oder besser noch den letzten beiden Jahren sehr mit der Ernährung auseinandergesetzt. Viele schädliche Dinge hatte ich weggelassen, nahm weder Zucker- noch tierische Produkte zu mir und quälte mich mit meiner gesunden Kost herum. Vieles schmeckte mir einfach nicht mehr. Das änderte sich auf der Insel. Das Obst und Gemüse waren so köstlich, dass meine Esslust zurückkehrte. Die meisten Obstsorten wurden regional angebaut auf gesundem Boden, was wirklich spürbar war. Außerdem wurde ich von meiner Freundin wunderbar bekocht, so dass meine Kräfte einen Schub erhielten.
Die Wohnung war nicht sehr groß, und wir konnten uns nicht unbedingt ausweichen darin. So geschah es, dass wir uns plötzlich in einer unguten Stimmung befanden. Wir gingen uns auf die Nerven, was wir beide unerträglich fanden. Ich überlegte schon, ob ich die letzte Woche an einer anderen Stelle verbringen sollte, besann mich dann aber auf meine „gib&nimm“ Lehre, mit der ich schon viele Streitigkeiten gelöst hatte. Ich verband mich mit der geistigen Welt und bat um Unterstützung. „Allein schaffe ich es nicht, brauche unbedingt Hilfe von euch, damit ich aus dem Ärger herauskomme,“ betete ich. Bei Streit ist es oft so, dass ich mein Vertrauen ins Göttliche verloren habe und in alten Kindheitserinnerungen gefangen bin. Oft ist es so, dass diese Kindheitsgefühle dann so stark sind, dass ich sie nicht transformieren kann allein. Meistens wende ich mich dann an meine geistigen Helfer und besinne mich dadurch auf eine andere Ebene. So auch diesmal. Der Ärger fiel von mir ab, und ich konnte wieder durchatmen. Wie erstaunt war ich, als ich dann auf eine lockere und leichte Freundin stieß. Auch sie hatte sich an ihre Helfer gewandt und Ruhe gefunden. Nun konnten wir gemeinsam unser „Drama“ besprechen Schließlich wussten wir, dass die meisten schlechten Stimmungen daher rührten, dass unser Gegenüber uns etwas spiegelt. Die Spiegelung dient meist dazu, dass wir unsere eigenen Fehler erkennen. So war es auch diesmal. Wir beide hatten zur gleichen Zeit dieselbe Erkenntnis gemacht. Wir hatten in der anderen beide unsere Mütter gesehen, die uns bevormunden wollten. Für uns beide war es ein großer Schritt in mehr Frieden. Dankbar waren wir für diese Erfahrung.
Eine andere Erfahrung hatte mit meinem neuen Buch zu tun. Täglich las ich daraus eine Geschichte vor, über die wir dann ins Philosophieren kamen, genau das, was ich in Zukunft mit kleinen Gruppen machen möchte. Auch dafür bin ich sehr dankbar.
So kann ich sagen, dass meine Kraft nicht nur auf der körperlichen Ebene in Schwung kam sondern auch auf der seelischen und geistigen.. Wir konnten etwas auflösen und im Vertrauen weitermachen. Wunderbar!
Einen guten Übergang in das neue Jahr und viele schöne Erkenntnisse wünscht
Heidemarie im Dezember 2014

Oktober 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
neulich rief mich eine Bekannte an und klagte sehr über ihre Lebenssituation. Sie fühle sich einsam, hätte gar keine Lust auf Kontakte, wäre bettelarm und noch einiges mehr. Zwischendurch fragte sie immer mal, wie ich es denn anstellte, mich ohne Geld reich zu fühlen. Das müsse wohl an meinem Charakter liegen…
Eine andere Bekannte regte sich über einen Text auf, in dem es hiess, dass jeder einzelne Mensch dazu aufgerufen sei, das Böse in sich zu bearbeiten, um in Frieden leben zu können. „Ich bin nicht böse,“ empörte sie sich.
„Niemals würde ich eine Bombe werfen oder jemandem etwas wegnehmen. Nein, zu diesen Menschen gehöre ich nicht.“ In ihrer Empörung ging sie sogar so weit, dass sie dem Autor des Textes eine Mail schrieb, um ihm zu sagen, dass seine Auffassung ganz und gar falsch sei. Es gäbe eben die Bösen und die Guten und sie sei sich sehr sicher, dass sie zu den Guten gehöre.

Ich erinnere mich an die Erzählungen einiger Kriegsveteranen, die sich keiner Schuld bewusst waren, obwohl sie mehrere Menschen getötet hatten.
„Ich habe doch nur Befehle ausgeführt. Die Feinde sollten vernichtet werden,“ erklärten sie ihr Tun.
Gestern gab es einen Fernsehfilm, in dem auch dieses Thema eine Rolle spielte. Zwei junge Männer hatten sich zusammen das Tanzen erarbeitet. Der eine brachte schwierige akrobatische Figuren zuwege, die er täglich ausfeilte, während der andere einfach nur durch seine Bewegungen seine Stimmung wiedergab. Nun hatten beide eine Einladung zum Vortanzen bei einem Theater, und überraschenderweise wurde der stimmungsvolle Tänzer genommen. Der „Akrobat“ wurde abgelehnt. Diese Tatsache brachte ihm so viel Hass gegen seinen Freund, dass er begann, sein bisheriges freundschaftliches Verhalten zu verändern und ihm zu schaden.

Hass, Gier, Neid, Eifersucht und andere Gefühle können uns arg mitspielen, wenn wir nicht bereit sind, hinzuschauen und daran zu arbeiten. Unsere Reaktionen weisen dann Boshaftigkeiten auf, und wir erkennen uns selbst nicht mehr.

In meinem „neuen“ Buch „das Sterntalerexperiment II – mein Weg nach Innen“ (genaugenommen ist es die stark überarbeitete Fassung von „Wunderwelt ohne
Geld“) zeige ich immer wieder Situationen auf in meinem eigenen Leben, die näher betrachtet werden wollten, um transformiert zu werden. Keineswegs ist meine Absicht, mich bloß zu stellen oder mich klein zu machen, sondern mir ist es wichtig, die störenden Gefühle so zu beleuchten, dass sie aufgelöst werden können. Statt den Zorn oder Hass weiterhin zu unterdrücken, um nach außen als guter Mensch zu erscheinen, gilt es nun, zu erkennen, wie sich diese unschönen Gefühle auflösen lassen. Ja, es geht auch darum, zu erkennen, dass unsere Beweggründe keineswegs immer gut sind, auch wenn wir uns noch so bemühen.
Was haben die „guten“ Christen an Folter und Boshaftigkeit bei ihrer Christianisierung in die Welt gebracht, ohne sich einer Schuld bewusst zu sein! Was machen die Moslems jetzt für ihren Allah!

Ohne Bewusstseinserweiterung geht gar nichts. Ich erinnere mich, wie ich so nach und nach in ein neues Weltbild hineingewachsen bin, denn genau wie die oben zitierte Frau hatte auch ich früher gedacht, zu den guten Menschen zu gehören. Im Laufe der Jahre, in denen ich mehrere Ausbildungen angetreten hatte, kamen die Erkenntnisse. Heute weiss ich, dass wir alle eins sind, dass die Trennung und Abgrenzung uns großen Schaden zufügen kann. Wir alle sind ähnlich gestrickt mit unseren Fehlern und Talenten. Wenn wir verstehen, dass jeder Mensch genauso sein darf wie er in die Welt gekommen ist, wenn wir uns sozusagen mit unseren Schwächen und Stärken akzeptieren, ohne uns mit anderen zu vergleichen, könnten wir alle glücklich miteinander leben. Niemand müsste der oder die Beste sein, Wettbewerbe wären in der Form, wie wir sie heute praktizieren, überflüssig. Jede könnte von anderen lernen, um noch besser im eigenen Leben klar zu kommen. Lob und Tadel bräuchten wir auch nicht mehr, denn damit werden wir nur manipuliert und von unserem Kern weggebracht.

Kritik war etwas, was ich früher gar nicht aushalten konnte! Meine ganze Persönlichkeit brach zusammen, fiel die Kritik besonders hart aus. Heute gehe ich damit ganz anders um, was mich sehr erfreut. Als meine Tochter Natalia mir eine starke Kritik nach der Lektüre meines letzten Buches entgegenbrachte, spürte ich Dankbarkeit. Ihr Scharfsinn zeigte mir Schwächen auf, die wir gemeinsam ausmerzten. Das neue Sterntalerexperiment ist sozusagen ein ergänztes Werk, angeschaut durch zwei Augenpaare.
Ich bin sehr glücklich darüber, die konstruktive Kritik statt als Abwertung als Bereicherung nehmen zu können, ein großer Schritt in meiner Entwicklung!

Uns allen weitere goldene Herbsttage wünscht Heidemarie im Oktober 2014

August 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„und was machen Sie, wenn Sie mal krank sind?“ Diese am häufigsten an mich gestellte Frage während meiner Vorträge und Gesprächskreise kann ich heute wunderbar beantworten. Ging es früher eher um Spekulationen – ich war ja nicht krank, war jahrelang nicht krankenversichert, diese Frage beschäftigte mich für mich persönlich nicht damals – habe ich heute etwas anderes vorzuweisen. Seit mehr als einem Jahr bin ich damit beschäftigt, Heilung zu erzielen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

Da ich seit ein paar Jahren wieder versichert bin, zahlt die Krankenkasse natürlich die wichtigsten Dinge, die ich jetzt brauche. Darum geht es hier nicht, eher um ein Miteinander, ein Füreinander, über das ich früher so viel spekuliert hatte. Ich stellte mir eben eine neue Gesellschaft vor, in der es keine Abrechnung, Aufrechnung oder Abgrenzung gibt. Aus der Einheit heraus handeln wir. Wir öffnen unsere Herzen, schauen, was gerade anliegt und springen mit unseren Kräften füreinander ein. So erlebe ich es im Moment. Ich, die Herumreisende, habe seit drei Monaten ein Domizil bei einer Freundin, die mich voller Freude und mit großer Hilfskraft unterstützt, mir Mut macht und mich keinerlei Schwächen fühlen lässt. Obwohl meine Hilfen eher gering ausfallen, kann ich mich frei bewegen ohne schlechtes Gewissen. Meine Freundin bestätigt mir immer wieder, dass für sie unser Zusammenleben völlig in Ordnung ist.

Eine andere Freundin bietet mir schon mal ihre Wohnung für die Nachbereitung der Krankheit an. Für unbegrenzte Zeit möchte sie mich bei sich haben. Freunde und Freundinnen, meine Familie und andere geben sich die Klinke in die Hand, um auf irgendeine Art für mich Sorge zu tragen. Manche reisen von weit her an, um ein paar Tage zu überbrücken, in denen ich allein wäre, weil die Freundin nicht da ist. Unglaublich, wie eins ins andere übergeht und alles ganz selbstverständlich geschieht.

Nicht nur die Besuche und Pflege erstaunen mich sondern auch die Hilfen am Rande. Täglich erhalte ich Nachrichten von unterschiedlichen Heilkreisen oder auch Einzelpersonen, die für mich beten, die mich einbeziehen in ihre täglichen Meditationen.

Und dann sind da die Freunde, die mir mit Literatur über die Runden helfen wollen. Neulich kam ein Päckchen mit sechs nagelneue Büchern bei mir an, und vor ein paar Tagen brachte die Post das 730 Seiten dicke Buch von Tiziano Terzani, der vor ein paar Jahren seiner Krebserkrankung erlag. Zuvor hatte er aber noch dieses umfangreiche Werk verfasst, in dem er seinen Behandlungsweg beschreibt. „Die letzte Runde auf dem Karussell“ heisst das Buch, das in anschaulicher Weise Einblick in die ganz unterschiedlichen Heilmethoden gibt. Angefangen bei der westlichen Schulmedizin, über indische, thailändische, chinesische Heilkunst, sehr interessant und aufschlussreich.

Das hat so wenig damit zu tun, wie wir es heute oft erleben, dass Kranke abgeschoben werden, in Heime gesteckt oder in Krankenhäusern vor sich hin leiden. Obwohl ich nicht mitten im Leben mitspiele zur Zeit, mich etwas aussen vor fühle, bin ich doch integriert, keineswegs vergessen von der Welt. Das fühlt sich so gut an, so wie „Krankheiten gehören auch zum Leben“, wollen uns etwas aufzeigen, uns weiterhelfen bei der geistigen Entwicklung.

Natürlich habe ich auch darüber nachgedacht, wo ich im Moment etwas für andere und die Welt tun kann, wo ich etwas zurückgeben kann für die vielen Geschenke. Die Meditation von 19.00 – 19.30 Uhr täglich, die ich schon über Wochen einhalte, ist für Heilung, Frieden und Liebe in der Welt gedacht. Inzwischen sind wir schon ein grösserer Kreis, der sich angeschlossen hat. Letzte Woche erhielt ich eine Mail von einer Bekannten, die ihrem Freundeskreis mitteilte, dass ihr Beitrag für eine Friedensstiftung in der Welt eine gemeinsame Meditation von 19. -20.00 Uhr sein sollte. Sie fügte noch ein paar Gebete bei, die als Öffnung für die Meditation gedacht waren. Ich habe mir den Text ausgedruckt und lese ihn mehrmals am Tag durch. So wächst der Kreis ohne Anstrengung , das Einheitsgefühl hebt die Trennung auf, und wir dürfen über das Miteinander glücklich sein.

Ich wünsche uns allen, dass die Unruhen in der Welt friedvoll gelöst werden, dass wir weiter an dem neuen Miteinander weben und Frieden in unseren Herzen finden.

Alles Liebe im August 2014 von Heidemarie

 

Mai 2014

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

Wo bleibt der neue Text? Diese Frage erscheint immer mal, wenn ich mir zu lange Zeit lasse. Eigentlich sollte einmal im Monat ein aktueller Text entstehen, aber leider komme ich nicht dazu. Was ist in der letzten Zeit geschehen?

Vom 3.bis zum 11.4.2014 gab es das „Cosmic Cine Festival“ in vier verschiedenen Städten: in München, Karlsruhe, Darmstadt und Zürich. Dieses Filmfestival wurde von Dunja und Maik Burghardt aus Frankfurt vor vier Jahren ins Leben gerufen. Es werden dort Dokumentarfilme mit anspruchsvollen Themen vorgestellt. Von Jahr zu Jahr wächst das Publikum, die Filme werden weitergetragen, bekannt gemacht und bewirken einiges in der Welt. In den letzten drei Jahren war ich dabei und bin überaus dankbar für diese Erfahrung. Auch diesmal passte alles vorzüglich. Am 3.4.2014 wurde ich aus der Reha, die im Allgäu stattgefunden hatte, entlassen, fuhr mit einem jungen Mann nach München, wo ich in seiner Wohnung bleiben durfte für die Zeit meiner Filmbesuche. Das Kino war zu Fuß von meiner Wohnstatt zu erreichen. 18 Filme wurden vorgestellt, manchmal vier an einem Tag, die ich mir aber nicht alle anschaute. Am Ende der Woche gab es eine Übersicht über die beliebtesten Filme. Diesmal stand der Film „das Geheimnis der Bäume“ von Luc Jacquet an erster Stelle in der Beliebtheitsskala. In fast allen Filmen – auch in denen der letzten Jahre – geht es ums Aufdecken unguter Machenschaften, ums Aufzeigen neuer Verhaltensweisen, ums Aufwachen, um die eigenen Kräfte zu spüren und die bisherige Ohnmacht mit neuem Mut zu transformieren. Der Zuschauer ist nicht nur Konsument, der sein Leben genauso weiterlebt wie bisher, sondern eine Mitmacherin, die häufig etwas in ihrem Leben verändert, weil sie durch einen Film inspiriert wurde. So ging es mir auch wieder in diesem Jahr. In einer Szene sah ich 5 mal die Erde nebeneinander gestellt. Dazu gab es folgenden Kommentar: Wenn jeder einzelne Mensch so viel Energien verbrauchte wie ein Nordamerikaner heutzutage, bräuchten wir fünf Erden. Wenn jede so viel Energie verbräuchte wie ein Europäer wären drei Erden nötig! Das ist doch Wahnsinn! Wir brauchen neue Strukturen in unserm Alltag !

Für mich bedeutet das, noch mehr auf „eine Welt ohne Geld“ hinzuweisen, auch wenn ich zu Beginn meiner Ausführungen meistens den Protest „das kann doch gar nicht gehen“ zu hören bekomme. Als ich neulich in Salzburg an der Uni in einer kleinen Studentenrunde dieses Thema ansprach, gab es auch hier zunächst Unverständnis. Gemeinsam arbeiteten wir heraus, dass es absolut wichtig ist, die ganze Erde mit ihren 7 Milliarden Menschen mit einzubeziehen. Es geht doch nicht an, dass die sogenannten Reichen – also wir- weiterhin die Ressourcen aufbrauchen, während viele Menschen dahinsiechen. Die Kleinfamilien sollten erweitert werden zu einem neuen Wir-Gefühl. Wir alle sind Erdenbürger, die miteinander teilen könnten wie in einer gut funktionierenden Familie. In der Reha im Allgäu gab es eine Situation, die mich empörte: Kleine Butterstücke, die morgens und abends angeboten wurden, kamen aus Schleswig-Holstein, dem nördlichsten Bundesland Deutschlands. Ich befand mich gerade im südlichsten Bundesland, in dem es die gesündesten Kühe gibt. Auf meine Nachforschungsfragen, warum das so sei, erhielt ich von mehreren Stellen die Antwort, dass es hier um die günstigsten Preise ginge beim Einkauf der Butter. Eine Entscheidung, die auf dem Rücken der Erde ausgetragen wird, denn der Transport, der in großen Lastautos vorgenommen wird, verpestet die Luft und verbraucht eine Menge Benzin, das doch immer rarer wird. Was nach einer Kleinigkeit aussieht, könnte ein Anfang für etwas Neues sein. In den Regionen Ausschau zu halten nach den Dingen, die in dieser Region hergestellt werden. So können lange Anfahrtswege vermieden werden. Mir begegnen in letzter Zeit Menschen, die sich um einen Plan B bemühen. D.h.die jetzt schon darüber nachdenken, wie eine neue Welt funktionieren könnte. Wo seien heute schon Veränderungen vorzunehmen als Vorbereitung für einen anderen Umgang mit den Dingen. Jeder steht dabei an einem anderen Punkt. Mein Ansatz von der „Welt ohne Geld“ ist nicht als Mission gedacht, in der alle nun diesen Ansatz heute schon verfolgen sollen, sondern erst einmal die Vorstellungskraft zu aktivieren. Bei dem Plan B geht es darum, zu erkennen, dass das, was wir heute leben, ganz und gar nicht optimal ist, dass das, was wir heute leben, die Erde zerstört und uns krank macht. Auch wenn wir hier im Westen uns auf der Sonnenseite befinden, ist es doch nötig, ALTERNATIVE LEBENSFORMEN ZU ENTDECKEN UND ENTWICKELN. Wir dürfen dankbar sein für unser Leben, sollten jedoch auch heute schon Verantwortung für das Ganze übernehmen.

Einen restlichen schönen Mai wünscht Heidemarie

P.S.Meine Gesundheit stabilisiert sich von Tag zu Tag. Dabei überprüfe ich alles, was auf mich zukommt, auf Effektivität und Relevanz für mein eigenes Leben. Vieles wird einfach gestrichen, Stressfaktoren ausgeräumt, um die nötige Beschaulichkeit einzubauen und ein Leben in Wachheit zu führen.

März 2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor 20 Jahren- im Januar 1994 – bekam ich von einer Freundin ein großes Geschenk zum Geburtstag, der im Januar stattfand. Sie schickte mir eine Zugfahrkarte (hin und zurück) in das damalige Jugoslawien. Eigentlich hätte sie selber fahren wollen, um an den Friedensaktionen vor Ort teilzuhaben. Nun war ihr etwas dazwischengekommen, so dass sie persönlich nicht fahren , die Karte auch nicht umtauschen oder einlösen konnte, weil sie fest angemeldet war als Teilnehmerin bei den „Aktionen der weisen Frauen für den Frieden“. Sie wusste von mir, dass ich Zeit für eine kleine fünftägige Reise haben würde und gab ihren Platz an mich weiter.

Ich nahm dieses Geschenk mit gemischten Gefühlen an, wusste ich doch nicht, was auf mich zukam. Wir sollten ins Kriegsgebiet fahren. Vielleicht war das gefährlich für uns? Niemand konnte mir darüber Bescheid geben.

Dennoch nahm ich an, mit leichten Ängsten in mir. Erinnern kann ich mich noch gut an die nächtliche Fahrt im Liegewagen, an meine Gedanken und Gebete. Ich wünschte mir sehr, dass wir erfolgreich sein würden. Ich weiss nicht mehr, wer diese glorreiche Idee gehabt hatte, dass 100 weise Frauen aus der ganzen Welt ein Pendant zu der grausamen Kriegsszene einleiten sollten. Ich denke, sie kam aus den USA, denn viele der Teilnehmerinnen kamen von dort.

Untergebracht wurden wir an unterschiedlichen Stellen. Mein Bett stand in einer Jugendherberge. Die meiste Zeit verbrachten wir in einem großen Kinosaal, wo wir den Vorträgen der Referentinnen gespannt lauschten und Stellung bezogen zu dem Gehörten.

Es gab aber auch Aktionen unter freiem Himmel: wir tanzten und sangen und versuchten, damit das Kriegsgetöse, das in der Ferne vernehmbar war, zu übertönen. Zwar tanzte und sang ich mit, fühlte mich aber keineswegs gut dabei. Im Gegenteil, ich schämte mich, weil ich mich von den Einheimischen kritisch beobachtet fühlte und nicht glaubte, dass sie verstanden, was unsere Tanzerei bewirken sollte. Damals war die Welt noch weniger spirituell als heute, Energieübertragung und -transformation waren mir zumindest nicht so bekannt wie heute. Mit anderen Worten war ich keineswegs davon überzeugt, dass unser Verhalten irgendetwas bewirken konnte. Die 5 Tage habe ich zwar überstanden, glaubte aber nicht daran, dass eine Veränderung in der Welt geschehen war.Auch der Krieg ging noch ein ganzes Jahr weiter.

Ganz anders heute: die Unruhen in der Ukraine bringen viele Menschen ins Grübeln. Ein neuer Weltkrieg könnte durchaus beginnen, wenn Russland und Amerika sich gegenseitig Grenzen setzen möchten. Natürlich geht es dabei wieder einmal um Profitgier und Macht, die an das Geld gekoppelt ist.

Aufrufe im Internet fordern die LeserInnen auf, mit guten Gedanken dagegenzuwirken. Diesmal leuchtet mir total ein, wie wirksam ein Eingreifen jeder einzelnen Person sein kann, sogar nur von meinem Sessel aus. Wir müssen uns nicht einmal vor Ort treffen, nicht unbedingt mit unserem Körper anwesend sein, obwohl das eine andere Version des Mitmachens wäre. Allein unsere Gedanken können eine große Transformation bewirken.

Über die Gedankenkraft denke ich schon lange nach. Noch vor einem Monat wollte ich in kleinen Gruppen andere anregen, meditieren und mich mit ihnen austauschen. Dafür hätte ich wieder auf Reisen gehen und mir Einladungen abholen müssen. Wie umständlich, wenn es doch viel einfacher geht: ich bleibe in dem Sessel sitzen, der mir gerade zur Verfügung steht, schließe meine Augen und verbinde mich mental mit den zahlreichen Gruppen, die gerade eine Arbeit verrichten für die Energieveränderung in der Welt.

Zu bestimmten Zeiten setzen sich Frauen und (ein paar) Männer zusammen, um ihre guten Gedanken in die Krisengebiete zu schicken. Ich gehe noch einen Schritt weiter, schließe mich ihnen mental an und vervielfache damit unsere Chancen der Heilung. Meine Meditation sieht so aus, dass ich mich mit Irmtraud, Inaqiawa, Dorothea, Eva-Maria, Gabriele, Ursula, Carla Maria, Else, Karin und einigen anderen verbinde, die in ihren Gruppen tätig sind. Natürlich könnte ich auch ganz allein meditieren, mein Licht und meine Liebe überall hinschicken, ich spüre jedoch deutlich, wie bereichernd es sich anfühlt, mit anderen in Kontakt zu gehen. Das hat mit den morphogenetischen Feldern zu tun, die sich vergrößern und vervielfältigen, je mehr Menschen mitmachen.

Die Zahl der „Aufgewachten“, der „WeltverbesserInnen“, der „AussteigerInnen“ wächst, zum Teil unbemerkt von der Masse. An der Vielfalt der alternativen Gruppen und Aktionisten in den unterschiedlichen Orten lässt sich das jedoch erkennen. Ohne viel Getöse werden kluge Menschen kreativ und beginnen allmählich eine schöne neue Welt zu schöpfen, sei es mit Aktionen wie damals im ehemaligen Jugoslawien, was sich auch in andere Orte übertragen ließe. Tanz für den Frieden Chöre mit Friedensliedern, Gruppen, in denen entsprechende Texte verbreitet werden, können überall entstehen. Irgendwann- wenn die Zahl der Andersdenkenden so gewachsen ist, dass das alte System keine Macht mehr hat, wird alles kippen. Mich trägt dieser Gedanke!

Ich wünsche euch auch so einen Optimismus! Herzlich Heidemarie im März 2014

P.S. Morgen bringt mich ein Freund in eine Reha- Klinik im Allgaeu. Obwohl ich mich (fast) gesund fühle, freue ich mich doch auf einen letzten Schliff in meiner Heilung.

Januar 2014

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

das neue Jahr prescht voran in einem Zeittempo, das kaum zu übertreffen geht in seiner Schnelligkeit. Liegt das wohl an der angehobenen Energie, von der überall in esoterischen Kreisen gesprochen wird, oder gibt es andere Erklärungen? In vergangenen Jahren wurden Gefühle vorgeschoben:

ältere Menschen empfanden einfach die Zeit rasanter als junge Leute. Das hat sich verändert, denn auch die jungen spüren einen Zeitenwandel.

Beinahe täglich werde ich übers Internet aufgefordert, eine Petition zu unterschreiben. Meist haben ausser mir schon ein paar Tausend ihre Unterschrift hergegeben. Ich selber beteilige mich auch bei Dingen, bei denen mir die Notwendigkeit einleuchtet, gegen ewas einzuschreiten, sei es die Vermeidung der Rodung des Regenwaldes oder Unterstützung für vergewaltigte Frauen oder um ein Eingreifen in das Thema „Welthungerhilfe“. Heute habe ich ein Dokument unterzeichnet, in dem es um den Tod eines Eisbären ging. Wenn wir nicht anders mit dem Klimaschutz umgehen, werden auch immer mehr Menschen verhungern, heisst es in der Petition. Haben genügend Menschen unterschrieben, wird es an Politiker gesendet, weil diese ja berechtigt oder noch besser aufgefordert sind dazu, die Angelegenheiten der Erdenbürger offiziell zu vertreten und Schritte zu unternehmen. Manchmal haben eine Million Menschen unterschrieben, ein Beweis dafür, dass immer mehr sich angesprochen fühlen und wir so nach und nach die Gleichgültigkeit ablegen.

Überlegungen dieser Art hatte ich, als ich über meine weitere Herangehensweise nachdachte, wie ich noch mehr Menschen erreichen könne, um auf mein spezielles Thema aufmerksam zu machen. Mein Thema ist nach wie vor das Leben ohne Geld. Als mich vor ein paar Tagen eine frühere Freundin anrief und feststellte, dass ich immer noch mit dem Thema beschäftigt bin, brach sie in ungläubiges Staunen aus: „Wieso hast du immer noch nicht verstanden, dass dein Kampf gegen Windmühlen geht? Schau dir doch mal die Welt an: Das Geld spielt eine immer größere Rolle. Du musst doch zugeben, dass du mit deinem Ansatz kaum Erfolg hast,“ warf sie mir vor. „Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen,“ antwortete ich. „Es gibt viele kleine Schritte weltweit, die durch meinen Ansatz weitergeführt haben. Womit du allerdings Recht hast, ist die Überbetonung des Geldes in der letzten Zeit. Ohne Geld läuft nichts, und viele Menschen sind daher verzweifelter denn je. Schon darum möchte ich unbedingt weitermachen,“ erklärte ich.

Weitermachen, aber wie? geht es mir schon lange durch den Kopf. Zwar habe ich in den letzten Jahren immer wieder behauptet, dass es keineswegs um Nachahmung geht. Niemand solle meinen direkten Weg gehen, sondern jede müsse sich mit dem eigenen Leben auseinandersetzen und genau überlegen, was für sie oder ihn passt. Seit ein paar Tagen habe ich eine Idee, die zu einer Massenbewegung führen könnte: durch Meditation oder den Weg nach Innen herauszufinden, wie eine Welt ohne Geld und in Liebe aussehen könnte.

In den letzten 17 Jahren ging es in meinen Vorträgen oder Interviews meist um mein eigenes Leben. Die Menschen wollten von mir wissen, wie ich es anstellte, ohne Geld ein erfülltes Leben zu führen, weil sie sich selber nichts in dieser Richtung denken konnten. Meine neueste Idee hat mit der Vorstellungskraft und deren Wirkung zu tun. Dachte ich in der Vergangenheit mehr über die kleinen Schritte nach, die Menschen dazu bringen konnten, in ihrem eigenen Bereich Dinge zu verändern, habe ich jetzt die Idee, dass die Vorstellung im Großen dazukommen müsse. Ein wenig wegzukommen von der eigenen Person hin zu einer umfassenderen Herangehensweise. Mit meinem Einwand, dass der erste Schritt eine Systemkritik sein müsse, können viele zunächst nicht so viel anfangen.

Wenn wir dann allerdings gemeinsam die Nachteile bedenken, die der Umgang mit Geld bewirkt: die Diskrepanz zwischen Arm und Reich, die Zerstörung der Erde, der Wassergebiete und all der anderen Schäden, die durch die Profitgier entsteht, können sie schon eher zustimmen und über neue Wege nachdenken.

In kleinen Gruppen möchte ich in Zukunft mit den Teilnehmern darüber reden, was ihnen zu Umweltzerstörung und Wertewandel einfällt. Wie können wir uns einfach in unserer Vorstellung eine andere Welt kreieren? Es geht weder um Verzicht noch um Mangel sondern eher um ein paradiesisches Leben auf einer Erde, die wir gemeinsam – zunächst in unseren Gedanken- reparieren und bereichern werden. Niemand muss sofort etwas in seinem Leben verändern, Schuldgefühle oder andere negative Regungen sollten nicht auftauchen, sondern die liebevollen und positiven Gedanken könnten allmählich bewirken, dass sich die Welt verändert. Je mehr Menschen sich ein Paradies vorstellen, umso schneller geschieht die Umkehr!!!

Euch allen alles Liebe wünscht im Januar 2014 eure Heidemarie

P.S. Die Operation ist gelungen, und meine Kräfte nehmen von Tag zu Tag zu. Eine große Freude und Dankbarkeit breitet sich in mir aus, auch den Menschen gegenüber, die mich aus der Ferne unterstützt haben in ihren Gedanken und Gebeten. Herzlichen Dank euch allen!