Dezember 2012

Liebe LeserInnen,

der 21.12.12, das herbeigesehnte, gefürchtete, viel besprochene Datum ist vorbei- sang- und klanglos. Kein Mensch redet mehr darüber, höchstens diejenigen, die behaupten, die Katastrophe abgewendet zu haben, den vorhergesagten Weltuntergang verhindert zu haben durch die vielen Meditationen, die Transformationen des Dunklen in Licht. Die menschliche Schöpferkraft habe gewirkt, heißt es. Millionen von Menschen hätten sich beteiligt, um das Goldene Zeitalter, das jetzt Einzug hält, in entsprechender Form zu begrüßen.

Das Goldene Zeitalter, in dem die Dualität sich auflöst, die Streitereien beendet sind, alle Dunkelheit dem Licht Platz macht, hat also Einzug gehalten. Was heißt das? Anders als vor mehr als 20 Jahren, wo als Zeichen für eine neue Zeit eine Mauer fiel, einfach so, ohne vorherige Spekulationen, die Menschen überraschte, sie in Freudentaumel versetzte, bleiben die sichtbaren Zeichen heute aus. Kriege wüten weiter, Nachbarn meiden einander und Familienzwiste sind keineswegs verschwunden. Auch das Geld wurde nicht abgeschafft, wie Kurt Schrammel aus Österreich vorhersagte. Was nun? Wo stehen wir? Was sollen wir tun? Wie können wir das Goldene Zeitalter ehren?

Auch ich beteiligte mich an einer einstündigen Meditation für Mutter Erde, Vater Himmel und alle Geister, die unser Leben bereichern. Ich meditierte in einem Kreis von Menschen, die anschließend freudig über ihre Empfindungen berichteten. Fast alle spürten den neuen Zeitgeist in sich, und ich kam mir ein wenig vor wie bei des Kaisers neuen Kleidern, die mir einfach nicht ins Auge fielen. Der Kaiser war nackt, ebenso wie meine „neuen“ Gefühle. Nichts hatte sich transformiert, im Gegenteil, nachts hatte ich nach Jahren mal wieder einen Traum, den ich aus meinen schlimmsten Zeiten kannte. Und mein Gefühl am Tag war keineswegs gehoben, geschweige denn euphorisch. O nein, bei mir gab es einige Unebenheiten, die ich lange nicht mehr gespürt hatte und die mich in eine vorübergehende Schwere brachten. Das zeigte mir, dass eine neue Zeit sich nicht einfach so präsentierte, ohne dass wir daran beteiligt waren. Meine Hauptbotschaft in meinen Vorträgen, nämlich dass wenn wir Menschen nicht an uns arbeiteten, sich gar nichts verändern würde in der Welt, offenbarte sich in meinem eigenen Dasein. Nichts lässt sich unter den Teppich kehren, alles will beachtet und bearbeitet werden, bevor sich etwas Neues zeigen kann, Goldenes Zeitalter hin oder her! Oder hatte das mit Ursache und Wirkung zu tun? Weil ich diese Hauptbotschaft hegte und pflegte, wollte sie sich nicht einfach auflösen? Interessant ist das! Spannend und untersuchungswert.

Was ist mit unserer göttlichen oder menschlichen Schöpferkraft? Haben wir sie oder ist alles nur Einbildung? Gibt es die Wunderwelt wirklich, in der andere Gesetze regieren oder spielt unsere Fantasie uns ein paar Streiche?

Mein letztes Buch, das ich mit „WunderWelt ohne Geld“ betitelt habe, in dem viele Beispiele für ein wundervolles Dasein präsentiert werden, soll aufzeigen, wie eine veränderte Herangehensweise an die Dinge funktionieren könnte. Wunder über Wunder gibt es in meinem Leben, die mich erfreuen und beflügeln, die mich sogar in Ektase versetzen. Ein Goldenes Zeitalter, das für mich schon lange begonnen hat, lässt sich nicht an einem Datum festmachen. Es geht m.E. darum, dass jeder Mensch zu seinem eigenen Gold findet, dass er/sie die eigene Mitte einnimmt und in ihr verweilt. So lösen sich Zwiste und Streitereien auf. Wir durchtränken die täglichen Situationen mit Liebe, lassen uns nicht gefangen nehmen von den unerlösten Gefühlen, die uns voneinander trennen. Allerdings achten wir auf Störungen, die noch etwas Aufmerksamkeit erfordern, bevor sie sich auflösen können. Keine Verdrängung, nichts Aufgesetztes, purer Lebensfluss, darum geht es. Auch wenn uns alte Ängste mal wieder einholen, zu wissen, dass die Kraft des Lebens sie uns für unser geistiges Wachstum zuspielt. Darin besteht die neue Zeit, das Goldene Zeitalter: A n z u n e h m e n, w a s i s t! Und zu fühlen, wie wir alle Teil der geistigen Welt sind, ja, selbst Pflanzen, Tiere und alles um uns herum einbezogen, geachtet, gewertschätzt und geliebt wird.

Ein wundervolles neues Jahr wünscht Heidemarie im Dezember 2012