Januar 2014

Liebe Leser, liebe Leserinnen,

das neue Jahr prescht voran in einem Zeittempo, das kaum zu übertreffen geht in seiner Schnelligkeit. Liegt das wohl an der angehobenen Energie, von der überall in esoterischen Kreisen gesprochen wird, oder gibt es andere Erklärungen? In vergangenen Jahren wurden Gefühle vorgeschoben:

ältere Menschen empfanden einfach die Zeit rasanter als junge Leute. Das hat sich verändert, denn auch die jungen spüren einen Zeitenwandel.

Beinahe täglich werde ich übers Internet aufgefordert, eine Petition zu unterschreiben. Meist haben ausser mir schon ein paar Tausend ihre Unterschrift hergegeben. Ich selber beteilige mich auch bei Dingen, bei denen mir die Notwendigkeit einleuchtet, gegen ewas einzuschreiten, sei es die Vermeidung der Rodung des Regenwaldes oder Unterstützung für vergewaltigte Frauen oder um ein Eingreifen in das Thema „Welthungerhilfe“. Heute habe ich ein Dokument unterzeichnet, in dem es um den Tod eines Eisbären ging. Wenn wir nicht anders mit dem Klimaschutz umgehen, werden auch immer mehr Menschen verhungern, heisst es in der Petition. Haben genügend Menschen unterschrieben, wird es an Politiker gesendet, weil diese ja berechtigt oder noch besser aufgefordert sind dazu, die Angelegenheiten der Erdenbürger offiziell zu vertreten und Schritte zu unternehmen. Manchmal haben eine Million Menschen unterschrieben, ein Beweis dafür, dass immer mehr sich angesprochen fühlen und wir so nach und nach die Gleichgültigkeit ablegen.

Überlegungen dieser Art hatte ich, als ich über meine weitere Herangehensweise nachdachte, wie ich noch mehr Menschen erreichen könne, um auf mein spezielles Thema aufmerksam zu machen. Mein Thema ist nach wie vor das Leben ohne Geld. Als mich vor ein paar Tagen eine frühere Freundin anrief und feststellte, dass ich immer noch mit dem Thema beschäftigt bin, brach sie in ungläubiges Staunen aus: „Wieso hast du immer noch nicht verstanden, dass dein Kampf gegen Windmühlen geht? Schau dir doch mal die Welt an: Das Geld spielt eine immer größere Rolle. Du musst doch zugeben, dass du mit deinem Ansatz kaum Erfolg hast,“ warf sie mir vor. „Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen,“ antwortete ich. „Es gibt viele kleine Schritte weltweit, die durch meinen Ansatz weitergeführt haben. Womit du allerdings Recht hast, ist die Überbetonung des Geldes in der letzten Zeit. Ohne Geld läuft nichts, und viele Menschen sind daher verzweifelter denn je. Schon darum möchte ich unbedingt weitermachen,“ erklärte ich.

Weitermachen, aber wie? geht es mir schon lange durch den Kopf. Zwar habe ich in den letzten Jahren immer wieder behauptet, dass es keineswegs um Nachahmung geht. Niemand solle meinen direkten Weg gehen, sondern jede müsse sich mit dem eigenen Leben auseinandersetzen und genau überlegen, was für sie oder ihn passt. Seit ein paar Tagen habe ich eine Idee, die zu einer Massenbewegung führen könnte: durch Meditation oder den Weg nach Innen herauszufinden, wie eine Welt ohne Geld und in Liebe aussehen könnte.

In den letzten 17 Jahren ging es in meinen Vorträgen oder Interviews meist um mein eigenes Leben. Die Menschen wollten von mir wissen, wie ich es anstellte, ohne Geld ein erfülltes Leben zu führen, weil sie sich selber nichts in dieser Richtung denken konnten. Meine neueste Idee hat mit der Vorstellungskraft und deren Wirkung zu tun. Dachte ich in der Vergangenheit mehr über die kleinen Schritte nach, die Menschen dazu bringen konnten, in ihrem eigenen Bereich Dinge zu verändern, habe ich jetzt die Idee, dass die Vorstellung im Großen dazukommen müsse. Ein wenig wegzukommen von der eigenen Person hin zu einer umfassenderen Herangehensweise. Mit meinem Einwand, dass der erste Schritt eine Systemkritik sein müsse, können viele zunächst nicht so viel anfangen.

Wenn wir dann allerdings gemeinsam die Nachteile bedenken, die der Umgang mit Geld bewirkt: die Diskrepanz zwischen Arm und Reich, die Zerstörung der Erde, der Wassergebiete und all der anderen Schäden, die durch die Profitgier entsteht, können sie schon eher zustimmen und über neue Wege nachdenken.

In kleinen Gruppen möchte ich in Zukunft mit den Teilnehmern darüber reden, was ihnen zu Umweltzerstörung und Wertewandel einfällt. Wie können wir uns einfach in unserer Vorstellung eine andere Welt kreieren? Es geht weder um Verzicht noch um Mangel sondern eher um ein paradiesisches Leben auf einer Erde, die wir gemeinsam – zunächst in unseren Gedanken- reparieren und bereichern werden. Niemand muss sofort etwas in seinem Leben verändern, Schuldgefühle oder andere negative Regungen sollten nicht auftauchen, sondern die liebevollen und positiven Gedanken könnten allmählich bewirken, dass sich die Welt verändert. Je mehr Menschen sich ein Paradies vorstellen, umso schneller geschieht die Umkehr!!!

Euch allen alles Liebe wünscht im Januar 2014 eure Heidemarie

P.S. Die Operation ist gelungen, und meine Kräfte nehmen von Tag zu Tag zu. Eine große Freude und Dankbarkeit breitet sich in mir aus, auch den Menschen gegenüber, die mich aus der Ferne unterstützt haben in ihren Gedanken und Gebeten. Herzlichen Dank euch allen!